Neue Lüneburger Arena nicht barrierefrei?
Der Lüneburger Behindertenbeirat hat die geplante Sport- und Eventhalle Lüneburger Land scharf kritisiert. Sie sei in weiten Bereich nicht barrierefrei und weise erhebliche planerische Mängel auf.
Jörg Kohlstedt, Vorsitzender des Lüneburger Behindertenbeirats, hat die Planungsunterlagen untersucht und äußerte nun die Kritik an der geplanten Arena, die im Jahr 2021 eröffnet werden soll. Die Planungen widersprächen sogar „eklatant“ der UN-Behindertenrechtskonvention, so Kohlstedt gegenüber der Landeszeitung.
In einem an den Landrat Jens Böther und den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen adressierten Schreiben sagt Kohlstedt, dass die Planungen diskriminierend gegenüber Menschen mit Behinderung seien. Kohlstedt, selbst Architekt, hat erhebliche Mängel festgestellt.
Der Vorsitzende des Behindertenbeirats fordert eine Überarbeitung der Planungen, ein solches Leuchtturmprojekt müsse auch für Menschen mit Behinderung problemlos zugänglich sein. Aktuell wäre die neue Arena für viele Behinderte nicht ohne fremde Hilfe zugänglich und in weiten Teilen nicht nutzbar. Menschen mit Behinderung seien bei der aktuellen Planung „bewusst ausgeschlossen.“
Vor allem die Umkleide- und Sanitärräume sind laut Kohlstedt unnutzbar für Menschen mit Behinderung, sodass auch kein Behindertensport in der Arena stattfinden kann. Auch die Garderobe, die Premiumflächen im 2. Stock sowie die Konferenzräume und Büroflächen im 1. Stock sind nicht problemlos zugänglich.
Die Mängel bei dem bereits laufenden Bau noch zu beheben, bringe erhebliche Kostensteigerungen mit sich, aktuell liegt die Summe bei 23 Mio. Euro. Diese wäre dann wohl nicht mehr zu halten. (Stadionwelt, 25.02.2020)
































