PV-Anlage und Digital-Signage-System für Kölner Stadion
Die Kölner Sportstätten GmbH führt zwei größere Modernisierungsprojekte am RheinEnergieSTADION durch: Neben der Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird im Stadion ein modernes Digital-Signage-System aufgebaut.
Auf dem Dach des RheinEnergieSTADION entsteht eine moderne Photovoltaik-Anlage, die voraussichtlich bis zum Sommer 2026 vollständig fertiggestellt wird. Ziel des Projekts ist es, einen großen Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort nachhaltig zu erzeugen. Die Kölner Sportstätten GmbH realisiert das Projekt gemeinsam mit der RheinEnergie AG. Insgesamt werden rund 2.700 Solarmodule auf den Dachflächen der Zuschauertribünen Ost, Süd und West installiert.
Die Montage erfolgt in drei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten:
- Tribüne Ost: seit Anfang März 2026
- Tribüne Süd: seit Anfang April 2026
- Tribüne West: seit Ende April 2026
Der erzeugte Solarstrom wird überwiegend direkt im Stadion genutzt und reduziert so den Bedarf an externem Strom. Überschüssige Energie wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Die RheinEnergie AG übernimmt das Projekt im sogenannten Contracting-Modell. Das bedeutet, sie ist verantwortlich für: Planung, Bau, Finanzierung sowie Betrieb und Wartung der Anlage. Die neue PV-Anlage ist ein weiterer Schritt in der nachhaltigen Entwicklung des Stadions. Bereits seit 2018 wird das RheinEnergieSTADION vollständig mit Ökostrom versorgt.
Zahlen & Fakten:
- Solarmodule: ca. 2.700
- Leistung: bis zu 1.212 kWp
- CO₂-Einsparung: über 400 t pro Jahr
- Dachflächen: Ost-, Süd- und Westtribüne
- Fertigstellung: geplant für Sommer 2026
- Umsetzung: RheinEnergie – next energy Solutions
Digital-Signage-System im Stadioninnenraum
Parallel wird im RheinEnergieSTADION ein modernes Digital-Signage-System aufgebaut. Dabei handelt es sich um ein digitales Informations- und Anzeigesystem, das Inhalte wie Videos, Grafiken oder Live-TV zentral steuert und im gesamten Stadion ausspielt.
Das System besteht aus mehreren Komponenten, die zusammenarbeiten:
- Zentraler Server (Head-End): Dieser bildet das Herzstück des Systems. Hier läuft das Content Management System (CMS), über das alle Inhalte verwaltet und gesteuert werden.
- Signalverarbeitung: Unterschiedliche Eingangssignale (z. B. HDMI, HD-SDI oder Satelliten-TV) können eingespeist, verarbeitet und als Streams im gesamten System verteilt werden.
- Hohe Sicherheit: Da der Server lokal im Stadion betrieben wird, sind sowohl Datensicherheit als auch Ausfallsicherheit besonders hoch.
Ausspielung der Inhalte
Die Inhalte werden über sogenannte Digital Signage Player an die Displays im Stadion übertragen. Diese Player sind direkt mit dem CMS verbunden und sorgen dafür, dass Inhalte synchron und in hoher Qualität dargestellt werden.
Möglich sind unter anderem:
- Videos (Bewegtbild)
- Bilder (Standbild)
- HTML5-Inhalte (z. B. interaktive Inhalte)
- IPTV / Live-TV
- Displays & Steuerung
Die Displays sind im gesamten Stadion verteilt, installiert und über HDMI mit den Playern verbunden. Zusätzlich erfolgt die Steuerung über serielle Schnittstellen (RS-232). Dadurch können zentral gesteuert werden:
- Ein- und Ausgangssignale
- Gerätestatus
- Betriebsparameter
- Zentrale Verwaltung
Über das CMS kann das gesamte System zentral gesteuert werden. Funktionen sind unter anderem:
- Benutzerverwaltung mit verschiedenen Rollen
- Steuerung von TV-Kanälen
- Webportal mit Programmübersicht (EPG)
- Automatisierte Inhaltssteuerung über eine Event-Engine
- Netzwerkinfrastruktur
Für das System wurde ein eigenes, unabhängiges Datennetz aufgebaut. Insgesamt wurden dafür über 9.000 m Netzwerkkabel im Stadion verlegt. (Stadionwelt, 21.04.2026)
- Firmenhomepage: RheinEnergieSTADION






