Projektsteuerung für Stadionumbau in Nürnberg vergeben

Die Stadt Nürnberg hat die Projektsteuerung für den geplanten Vollumbau des Max-Morlock-Stadions vergeben: Die PROPROJEKT Planungsmanagement & Projektberatung GmbH setzte sich im Vergabeverfahren gegen mehrere Mitbewerber durch.

In den vergangenen Jahren haben die Stadt Nürnberg und der 1. FC Nürnberg die grundlegenden Rahmenbedingungen für einen Umbau des Max-Morlock-Stadions geschaffen. Das Frankfurter Architekturbüro PROPROJEKT fertigte eine Machbarkeitsstudie an, die im Sommer 2023 vorgestellt wurde. Im Dezember 2025 beauftragte der Nürnberger Stadtrat das Büro asp Architekten GmbH aus Stuttgart mit der Vorplanung. Nur zwei Monate später traf der Stadtrat eine weitere wichtige Entscheidung hinsichtlich des Stadionumbaus.

Das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg soll umgebaut werden.
Das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg soll umgebaut werden. Bild: Stadionwelt

Die Stadt Nürnberg vergab die Leistungen der Projektsteuerung für die nächsten Projektphasen des Vollumbaus des Max-Morlock-Stadions: Beauftragt wurde das Büro PROPROJEKT Planungsmanagement & Projektberatung GmbH, das sich in einem europaweiten Vergabeverfahren gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt hat. Den Beschluss dazu habe der Stadtrat in seiner zuletzt abgehaltenen nicht-öffentlichen Sitzung gefasst, heißt es in der am 19. Februar veröffentlichten Pressemitteilung der Stadt.

Eine Projektsteuerung übernimmt im Bauprojekt die übergeordnete Organisation, Koordination und Kontrolle in den Bereichen Kosten, Termine, Qualitäten und Verträge. Sie sorgt dafür, dass alle Beteiligten strukturiert zusammenarbeiten und das Projekt im vereinbarten Rahmen bleibt, und sichert die Einhaltung der Projektziele. Insbesondere wird das Büro PROPROJEKT die Arbeit des Planungsbüros asp Architekten GmbH begleiten, das mit der Erstellung der Vorplanung für den Stadionvollumbau beauftragt wurde.

EU-weites Verhandlungsverfahren

Ausgeschrieben wurden zum einen die Projektsteuerung während dieser Vorplanung, die innerhalb von circa einem Jahr erstellt wird, sowie optional weiterführende Leistungen im Anschluss an diese Phase. Dazu gehören insbesondere die Erstellung einer funktionalen Leistungsbeschreibung Ende des Jahres 2026 als Grundlage für die Ausschreibung eines Totalübernehmers sowie die Vorbereitung und Begleitung des entsprechenden EU-weiten Vergabeverfahrens.

Das Vergabeverfahren wurde zweistufig als EU-weites Verhandlungsverfahren durchgeführt. Insgesamt gingen sechs Teilnahmeanträge ein, von denen fünf Bewerber zur Angebotsphase zugelassen wurden. Nach Verhandlungsgesprächen und Auswertung der Qualitäts- und Preiswertung setzte sich PROPROJEKT mit dem wirtschaftlichsten Angebot durch.

Die Rahmenbedingungen für den Vollumbau haben die Stadt und der 1. FC Nürnberg bereits geschaffen.
Die Rahmenbedingungen für den Vollumbau haben die Stadt und der 1. FC Nürnberg bereits geschaffen. Bild: Stadionwelt

Stadionbürgermeister Christian Vogel erklärt: „Wir hatten insgesamt sehr starke Bewerbungen, was die Bedeutung dieses Projekts unterstreicht. PROPROJEKT hat sich in einem transparenten Wettbewerb durch Kompetenz, Struktur und Erfahrung durchgesetzt. Die Aufgabe der Projektsteuerung ist es, das Gesamtprojekt im Blick zu behalten – Termine, Kosten und Abläufe zu koordinieren, Risiken früh zu erkennen und dafür zu sorgen, dass alle Beteiligten gut zusammenarbeiten.“

PROPROJEKT begleitet das Stadionprojekt bereits seit der Machbarkeitsstudie und bringt Erfahrung in der Steuerung komplexer Großprojekte mit. Die Beauftragung erfolgt stufenweise; die Suche nach einem Totalübernehmer würde erst nach entsprechenden Beschlüssen des Stadtrats aktiviert.

Immanuel Geis, Projektleiter und Gesellschafter des Büros PROPROJEKT: „Wir freuen uns sehr, die Stadt Nürnberg und den Club bei der Weiterentwicklung des Max-Morlock-Stadions in eine innovative, nachhaltige und wirtschaftliche sowie insbesondere emotionale Sportstätte begleiten zu dürfen.“ (Stadionwelt, 20.02.2026)

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