Public Viewing: Die richtige Videowall
Um die richtige Videowall auszuwählen, müssen im Vorfeld einige Fragen geklärt werden. Wie groß ist die Veranstaltung? Wie viele Besucher werden erwartet? Findet die Veranstaltung in einer Halle oder im Freien statt? Ist die Videowall zentraler Mittelpunkt des Geschehens oder dient sie nur als schmückenden Beiwerk?
Beim Public Viewing steht fest: Wenn sich alle Blicke auf ein Display richten, das im Mittelpunkt der gesamten Veranstaltung steht, sollte diese Anlage auch alle Anforderungen optimal erfüllen. Die Besucher erwarten ein optimales Bild und sollen zum nächsten Spiel wiederkommen. Es stehen Modelle mit entsprechenden technischen Kennwerten für alle denkbaren Situationen zur Verfügung.
Ohne eine umfangreiche Checkliste kann kein Veranstalter sein Event überschauen. Eine grafische Visualisierung, eine einfache Skizze hilft schon, an alle zentralen Punkte zu denken, die zum Event gehören. So kann sich etwa herausstellen, dass leider die Zufahrts- beziehungsweise Rettungswege zu eng sind, wenn die geplante Videowall optimal ausgerichtet ist. Entscheidet man sich für ein anderes Modell, etwa ein schwenkbares Display? Die besten Antworten kennt in jedem Fall ein ausgebildetet und erfahrener Event-Manager.
Vorteile durch kompakte Lösungen
Nicht nur bei einer Eventdauer von ein bis zwei Tagen bieten LED-Trucks Vorteile, da sie geringere Auf- und Abbauzeiten benötigen. Die Technik befindet sich zudem geschützt im Inneren des Fahrzeugs. Hängende oder gestellte Videowalls bzw. solche, die mittels Sonderkonstruktion in Position gebracht werden, werden dort aufgebaut, wo Bildflächen nötig sind, die Fertiglösungen nicht bieten können – so etwa auf den großen Fan-Meilen oder in Stadien.
Eine Grundsatzentscheidung ist die, ob nur TV-Bilder gezeigt werden sollen oder auch eine Bühne mit Rahmenprogramm gefordert ist. Auch dies ist mit Kompakt-Lösungen machbar. Show-Trucks bieten eine ausfahrbare Videowall, Raum für eine Umkleide, eine Medienproduktion, und an der Front wird eine Bühne ausgefahren.
Ein grundlegendes Thema ist ferner die Stromversorgung. Der Strombedarf einer Videowall kann von etwa 32 Ampère bis 125 Ampère reichen (letzterer Wert gilt unter Umständen für einen Showtruck, einige Modelle bringen auch einen Generator mit, sodass dieser Teil des Events autonom abläuft). Mobile Stromgeneratoren lassen sich in kürzester Zeit aufbauen und sorgen je nach Anforderung und Art des Events für die notwendige elektrische Versorgung.
Videowalls unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit im Indoor- und Outdoor-Bereich. Entscheidend hierbei ist die Helligkeit der Videowall und die Wetterfestigkeit. Während im Indoor-Bereich 1.500 bis 2.000 Nit ausreichend sind, werden für Veranstaltungen im Freien mittlerweile rund 7.500 Nit (auch: cd/m²) angesetzt. 5.500 Nit waren lange der Standard - je heller aber das Bild, desto besser ist es auch bei direkter Sonneneinstrahlung auf die Bildfläche zu erkennen.
Hinsichtlich der Auflösung gelten heutzutage für Outdoor-Anwendungen 3 mm (indoor) bis 6 mm SMD (outdoor) als Standard, Videowände für den Außenbereich müssen zudem eine größere Witterungsbeständigkeit aufweisen und sind dementsprechend robuster gebaut.
Neben der richtigen Wahl des Produkts müssen auch der Standort und der Betrachtungswinkel beachtet werden, um den Zuschauern ein optimales Seherlebnis zu ermöglichen.
Eine direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, woraus sich ergibt, dass die Bildfläche bei Abendspielen tendenziell nach Osten ausgerichtet ist. Andererseits können die Zuschauer durch die tiefstehende Sonne geblendet werden. So liegt die beste Lösung oft in der Ausrichtung des Bildes nach Norden. Ein LED-Truck bietet hier den Vorteil der drehbaren Videowall.
Hinsichtlich der Kosten für eine temporäre Videowall gilt: Der Markt regelt den Preis. Wobei klar ist, dass gute Produkte nun einmal ihren Preis haben. Längere Einsatzzeiten und umfangreiche Auftragspakete bringen Rabatte. Allerdings ist die Monatsmiete bei Events wie Fußballturnieren ja schon der Standard. Auf jeden Fall muss ausdrücklich geklärt werden, ob Anfahrt, Aufbau und technische Betreuung inklusive sind.
...und übrigens, nicht vergessen: Die Videowall bekommt ein TV-Signal, das der Veranstalter vor Ort bereitstellt, sie ist aber nur ein Bildwiedergabemedium. Es ist somit unbedingt auch zu klären, ob eine Sound-Lösung inklusive ist oder diese separat beschafft und technische betreut werden muss.
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