Brasilien: WM-Stadion gut ausgelastet
10 Jahre liegt die Fußball-WM 2014 in Brasilien bereits zurück. Die Arena Fonte Nova in Salvador de Bahia war als Austragungsort ein fester Bestandteil des Turniers. Auch zehn Jahre später ist diese noch immer im Dauerbetrieb.
Es finden nicht nur die Spiele der Serie A mit der Heimmannschaft EC Bahia im Stadion statt, sondern auch Länderspiele, wie z.B. Brasilien gegen Uruguay am 19.11.24 als Qualifikationsspiel für die WM 2026. Komplementiert wird das Angebot mit vielfältigen Veranstaltungen, die unter anderem auf der multifunktionalen Plaza im südlich gelegenen Stadionfenster stattfinden.

Die Casa de Apostas Arena Fonte Nova, ehemals Itaipava Arena Fonte Nova, wurde pünktlich zum Confederations Cup, ein Jahr vor der WM 2014, eröffnet. Bei der WM 2014 wurden in dem Stadion sechs Spiele, darunter u.a. die Begegnung Deutschland - Portugal (4:0) ausgetragen. 2016 fand das Fußballturnier der Olympischen Spiele dort statt. Zurzeit bewirbt sich das Stadion als Austragungsstätte für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027.
Seit der Eröffnung finden in der Arena Spiele der Serie A mit dem EC Bahia als Heimmannschaft statt. Des Weiteren ist die Arena Austragungsstätte von Länderspielen, wie z.B. im Rahmen des Qualifikationsspiels für die FIFA WM 2026 zwischen Brasilien und Uruguay am 19.11.2024.
Auf insgesamt 10 Ebenen werden Angebote für verschiedenste Besuchergruppen angeboten. Hierbei geht es nicht nur darum, dem Besucher verschiedene Qualitätsstandards anzubieten. Unter anderem hat der EC Bahia ein Museum eröffnet. Außerdem bietet der Betreiber auch die Möglichkeit an, Computerspielevents im Stadion durchzuführen.
Für weitere Veranstaltungen bietet die südlich gelegene Plaza vielfältige Möglichkeiten. Dort können z.B. Konzerte, Hochzeiten, Feste, Modeschauen, Basketballturniere, Clubabende und Kongresse stattfinden. Während Fußballspielen ist ein Spielbereich für Kinder eingerichtet. Die Plaza im Stadionfenster bietet aber auch weitere Vorteile: Durch diese Öffnung steht das Stadion städtebaulich und mit seinen Blickbeziehungen im direkten Bezug zum südlich gelegenen See und hat den ökologischen und nachhaltigen Vorteil, für eine gute Durchlüftung des Rasens und der Zuschauertribünen zu sorgen.

Auch für die Durchführung von Großkonzerten erfüllt die Arena gewisse Anforderungen. Während des Spielbetriebs kann der Bühnenaufbau auf der Plaza beginnen. Durch die gekrümmte Tribüne an der Stirnseite im Norden ist das Stadion außerdem als Amphitheater geeignet. Die nachhaltigen Konzepte führten dazu, dass das Stadion im Jahr 2014 mit der LEED-Zertifizierung in Silber ausgezeichnet wurde.
„Wir freuen uns als Planer sehr, dass die von unserem Planungsteam vorgeschlagen Konzepte für eine nachhaltige Nutzung des Stadions – auch außerhalb des Fußballs – umgesetzt werden und werden dafür sorgen, dass das Stadion weiterhin Mittelpunkt des kulturellen Lebens ist“, sagte der Braunschweiger Claas Schulitz, der das Stadion u. a. in Zusammenarbeit mit Tetra Arquitetura und Bollinger Grohmann (Tragwerksplanung Dach) geplant hat. (Stadionwelt, 20.11.2024)
- Firmenhomepage: SCHULITZ Architekten






