„Wir sind ein Familienunternehmen, das Probleme löst“
Okan Tombulca, CEO der eps Holding gmbh, spricht im Interview mit Stadionwelt anlässlich des 30-jährigen Firmenjubiläums über die Unternehmensgeschichte, prägende Projekte, Innovationen sowie Visionen und Ziele für die Zukunft.
Stadionwelt: Wie hat sich die eps gmbh seit ihrer Gründung vor 30 Jahren bis heute entwickelt und was waren die größten Meilensteine auf dem Weg zu einem führenden Unternehmen der Branche?Tombulca: eps hat sich seit ihrer Gründung konsequent zur Innovation bekannt und mit viel Mut den Markt mitgestaltet und verändert. Während in den 1980er- und 1990er-Jahren noch Lkw-Planen als Bodenabdeckung eingesetzt wurden, hat sich die Branche kontinuierlich weiterentwickelt – zunächst hin zu Holz- und Kunststofflösungen und heute zu modernen Aluminiumsystemen.
In der Unternehmensgeschichte gab es zahlreiche wichtige Meilensteine. Im Jahr 2001 wurde das Unternehmen an eine englische Aktiengesellschaft verkauft, bevor es 2006 wieder zurückgekauft wurde. Ebenfalls 2006 stieg eps mit Barrikadensystemen in das Tourgeschäft ein. Die erste Tour in diesem Bereich war damals mit Coldplay. Ein weiterer entscheidender Meilenstein war die U2 360° Tour im Jahr 2009, die eps über drei Jahre hinweg weltweit begleiten durfte. Dieses Projekt markierte den Durchbruch in der Internationalisierung des Unternehmens.
Stadionwelt: Wodurch unterscheidet sich eps? Was macht das Unternehmen besonders?
Tombulca: Wir sind ein Familienunternehmen, das Probleme löst. Unsere Kunden haben häufig viele Herausforderungen und oft nur wenige Firmen, die diese tatsächlich lösen können. Deshalb hören wir unseren Kunden genau zu und fragen aktiv nach ihren Wünschen und Anforderungen. Wir versuchen, jede Situation aus der Perspektive unserer Kunden zu betrachten. Dadurch entsteht ein sehr persönliches und vertrauensvolles Verhältnis.
Stadionwelt: Welche innovativen Lösungen, die eps über all die Jahre entwickelt hat, möchten Sie hervorheben?
Tombulca: Die eine herausragende Innovation gibt es bei eps nicht. Vielmehr waren es über die Jahre zahlreiche Entwicklungen, die zu ihrer jeweiligen Zeit eine bedeutende Rolle gespielt haben. Sei es im Zusammenhang mit unseren Produkten, den dazugehörigen Logistiklösungen und deren Verbesserungen oder der Optimierung von Prozessen im Handling sowie der Effizienz unserer Produkte. Wir sind froh, in diesen Bereichen die internationalen Standards mitgestalten zu können. Gleichzeitig arbeiten wir aktuell an einer neuen Lösung, von der wir überzeugt sind, dass sie das Potenzial hat, unsere Branche weltweit nachhaltig zu verändern.
Stadionwelt: Welche Rolle spielt bei der Weiterentwicklung von Produkten der Dialog mit den Kunden? Sind dabei auch maßgeschneiderte Lösungen herausgekommen?
Tombulca: Nur durch die kontinuierliche Weiterentwicklung neuer Produkte kann man sich entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern. Gleichzeitig trägt man damit dazu bei, den Markt insgesamt weiterzuentwickeln und besser zu machen. Wie zuvor angemerkt, ist es Teil unseres Selbstverständnisses, den Austausch mit unseren Kunden zu suchen. Daraus entstehen zuweilen individuelle Lösungen, die häufig auch ihren Weg in unsere Standardproduktpalette finden.
Stadionwelt: Welche Projekte (Events, Infrastrukturmaßnahmen, Bauvorhaben) waren aus welchen Gründen besonders prägend für die eps gmbh?
Tombulca: Zu den besonders prägenden Projekten in der Unternehmensgeschichte zählen die Coldplay Twisted Logic Tour, die U2 360° Tour im Jahr 2009 sowie Robbie Williams' The Close Encounters Tour. Vor allem die U2 360° Tour war für eps ein Meilenstein, da sie die internationale Ausrichtung des Unternehmens entscheidend vorangebracht hat.
Stadionwelt: Mit welchen besonderen Herausforderungen war eps in den letzten 30 Jahren konfrontiert – und wie haben Sie diese gemeistert?
Tombulca: Wie viele wachstumsorientierte Unternehmen in einem stark saisonabhängigen Geschäft stand auch eps immer wieder vor der Herausforderung, die richtige Balance zwischen notwendigen Investitionen und einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung über die Wintermonate hinweg zu finden. Dieses Gleichgewicht erfolgreich zu halten, war über viele Jahre hinweg eine zentrale unternehmerische Aufgabe.

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Stadionwelt: Wie hat sich der Veranstaltungssektor in den letzten 30 Jahren verändert, und welche Rolle spielt die eps gmbh dabei?
Tombulca: Bis Mitte der 1990er-Jahre war die Veranstaltungsbranche in vielen Bereichen noch eine Subkultur. Mit dem Eintritt von Unternehmen wie CTS und SFX in den Markt entstanden neue Ausbildungsberufe, verbindliche Regeln wurden eingeführt und die gesamte Branche begann, sich zunehmend zu professionalisieren. eps hat diesen Wandel aktiv begleitet und mit dazu beigetragen, Standards in der Branche zu setzen.
Stadionwelt: Wie sieht die Zukunft des Unternehmens aus – welche Ziele und Visionen haben Sie für die kommenden Jahre?
Tombulca: Wir blicken sehr positiv in die Zukunft. Mit neuen Produkten und einer konsequenten Internationalisierung möchten wir unsere Branche auch künftig aktiv mitgestalten. Unser Ziel ist es, unsere Branche noch sicherer, effektiver und insgesamt besser zu machen. (Stadionwelt, 07.08.2026)
- Firmenhomepage: eps gmbh






