Studie untersucht Reiseverhalten von Sportfans
Die Ergebnisse, die im „State of Play Sport“-Report von Ticketmaster veröffentlicht wurden, zeigen einen Wandel auf, wie Fans auch in Deutschland Live-Sport erleben. Nicht nur die Unterhaltung spielt eine Rolle, sondern auch das Reisen.
So geben die befragten Sportfans unter anderem an, bereit zu sein, im Durchschnitt 5:36 Stunden zu reisen, um ein internationales Spiel zu besuchen.
Fußball als zentraler Faktor
Fußball ist unter deutschen Fans unangefochten die Nummer eins: 81 % verfolgen den Sport, gefolgt von Handball (28 %) und Tennis (26 %). Und die Begeisterung wächst weiter – 22 % der Fans geben an, in den letzten zwei Jahren erst zu Fans geworden zu sein. Wenn es um das Reisen für Live-Sport geht, führt ebenfalls Fußball das Feld an: Fast die Hälfte (48 %) sagt, dass dies die Sportart ist, für die sie am weitesten reisen würden. Und mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2026 dürfte die Nachfrage weiter steigen.
Fans haben im Durchschnitt bereits 6,3 Spiele im Inland und 1,9 Spiele im Ausland besucht. Sie sind bereit, im Schnitt bis zu 228 € auszugeben, um ein Live-Spiel zu besuchen – inklusive Reise und Unterkunft. Zusammen zeigen diese Ergebnisse, welche wachsende Rolle Live-Sport dabei spielt, Reiseentscheidungen zu treffen.
Fans wollen mehr als nur das Spiel
Fans kommen nicht mehr nur wegen des Sports selbst. Fast jeder Fünfte (19 %) sagt, dass die Einbindung von Musik und Entertainment in den Spieltag – etwa The Kid LAROI als Headliner der Halbzeitshow beim NFL Berlin Game im vergangenen Jahr – die Bindung an eine Sportart oder ein Team stärken könnte. Die Nachfrage nach Live-Sport reicht zudem über das Stadion hinaus: 24 % der Fans sagen, dass bessere Streaming-Optionen die Loyalität fördern würden.
Jannik Hülshoff, Landesdirektor, Deutschland und Österreich, Ticketmaster sagt: „Live-Sport dreht sich nicht mehr nur um das Spiel, er ist ein Grund, zu reisen. Immer mehr Fans planen Trips rund um Spieltermine – sei es, um ihr Team im Ausland zu begleiten oder um endlich ein Event von der Bucket List an einem neuen Ort abzuhaken.“
„Unser State-of-Play-Report zeigt: Während die Nachfrage nach Live-Sport weiter wächst, steigt auch die Bedeutung des gesamten Erlebnisses. Es geht nicht nur darum, zum Anpfiff da zu sein –sondern um alles drumherum: Vom Finden des richtigen Events und dem Ticketkauf über die Halbzeitshow bis hin dazu, den Spieltag an einem neuen Ort zu erleben.“ (Stadionwelt, 20.05.2026)
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