Neue Rasenheizung für die 3. Liga in Leipzig
Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga mit Hilfe von INNOTECH den Einbau einer Rasenheizung im Bruno-Plache-Stadion realisiert. Der erste offizielle Test war bereits erfolgreich.
Auf dem Weg in Richtung Drittligatauglichkeit hat der Regionalligist Lok Leipzig eine neue Rasenheizung installieren lassen. Die Projektsteuerung der Komplettabwicklung mit den Gewerken Sportplatzbauarbeiten, Bewässerung, Rasenheizung und Fertigrasen übernahm die INNOTECH Leipzig GmbH gemeinsam mit dem Partner MPN.
Durch die Aufstiegs- und Pokalspiele blieb für die Umbauten der denkbar knappste Bauzeitraum. Eine Aufteilung der Lose sowie Eigenleistungen des Clubs konnten den preislichen Erstaufschlag dennoch um 40 % reduzieren. Innerhalb eines achtwöchigen Ausführungszeitraums erfolgte eine 6-Meter-Platzverschiebung inklusive 800-Tonnen-Erdmassenverschiebung und Verlegung der Bewässerung sowie die Durchörterung durch den Damm samt der Verlegung von 25.000 Metern Heizungsrohrleitung und 8.235 m² Fertigrasen.
Bezüglich möglicher Energieeinsparungen äußerte sich das Leipziger Unternehmen wie folgt: „Das zugrunde liegende Rundschreiben schreibt bei Neuanlagen eine Wärmedämmung gegenüber dem Baugrund vor. Laut Angaben verschiedener Hersteller lässt sich durch den Einsatz einer Schotterschicht eine Energieeinsparung von rund 20 % erzielen. Zentral stellte sich dabei die Frage, ob diese Energieeinsparung die zusätzlichen Investitionskosten für eine Dämmschicht aus Glasschotter tatsächlich amortisieren kann – insbesondere unter der Voraussetzung, dass die Rasenheizung nur situativ und nicht im Dauerbetrieb eingesetzt wird. Denn im Umfeld der zweiten und dritten Liga gehört ein durchgehender Heizbetrieb der Spielflächen weiterhin zur absoluten Ausnahme.“
Weiter erklärt INNOTECH: „Da auf Nachfrage im Zulassungsverfahren kein nachvollziehbarer rechnerischer Nachweis zur Effizienz der Dämmung vorgelegt werden konnte, entschied sich unser Team, ein eigenes technisches Modell sowie eine Investitionsrechnung zu entwickeln und der Zulassungsstelle zur Verfügung zu stellen. Dieses Ergebnis konnte jedoch nicht berücksichtigt werden, da eine positive Bewertung zu Ungleichbehandlungen innerhalb des Lizenzierungsverfahrens und damit zu abweichenden Entscheidungen bei bereits eingereichten Lizenzunterlagen geführt hätte.“
Beim Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena am 8. März 2026 hat ein umfangreicher Belastungstest der Anlage stattgefunden. Es wurde ein mobiles Heizaggregat eigens für den Testzeitraum von Mittwoch bis Sonntag eingesetzt. Der Belastungstest verlief laut Verein und Projektsteuerer durchweg erfolgreich. Die gesamte Anlage funktionierte demzufolge technisch einwandfrei und erfüllte alle Anforderungen. Damit kann die Rasenheizung wie geplant genutzt werden. (Stadionwelt, 09.04.2026)
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