Verkehrsleitsysteme: IVLZ Stuttgart und die UEFA EURO 2024
Nachdem Stadionwelt bereits die Integrierte Verkehrsleitzentrale Stuttgart (IVLZ) unter der Leitung von Ralf Thomas vorgestellt hat, wendet sich die Betrachtung nun dem Thema UEFA EURO 2024 in Stuttgart zu.

Den vollständigen Artikel zum Thema Verkehrsleitsysteme und Crowd Management des IVLZ Stuttgart während der UEFA EURO 2024 finden Sie auf vier Seiten im aktuellen Stadionwelt INSIDE 2/2025. Darunter unter anderem die besonderen Herausforderungen von parallelen Events in den Host Cities, das Tracking der Besucherströme, die verkehrstechnischen Anforderungen sowie die Weiterentwicklung von Routing-Systemen. Hier gelangen Sie direkt zum Artikel im eBook.
Bekanntlich unterscheiden sich regelmäßige Events wie Fußballspiele mit ihrem Stammpublikum, das im Wesentlichen mit der Anfahrt und den Gegebenheiten vertraut ist, von vielen Kulturveranstaltungen oder auch Sonder-Events des Sports wie eine EURO 2024, bei denen viele Besucher neu sind und vielleicht sogar aus dem Ausland kommen und zu großen Teilen mit dem ÖPNV anreisen. Die Bewegung von Menschen ist hier nur schwer einzuschätzen. Angesichts dieses Szenarios kam bei der EURO ein innovatives System zum Einsatz, das sich in der Tat als sehr nützlich erwies, wie Thomas berichtet: „Es gab hier ein Tracking, das über das Ticketing funktionierte, sodass wir wussten, wo die Besucher sind. Das war vollständig anonymisiert, aber wir konnten gut erkennen, wo sich Pulks befanden und wie sich diese bewegten. Manchmal wunderten wir uns, wo diese Leute auf einmal herkamen, weil wir mit ihnen gar nicht gerechnet hatten. In einem Fall konnten wir dies damit erklären, dass eine große Gruppe mit einer anderen Stadtbahnlinie gefahren war als eigentlich vorgesehen. Sie kamen also von der anderen Seite aus an. Wir wussten dann, welchen Fußweg die noch vor sich hatten, um dannzum Stadion zu kommen, und es war sehr hilfreich, das zu wissen, um noch reagieren zu können.“
Man hatte den Zuschauern ausdrücklich empfohlen, nach den Spielen auf dieselbe Weise abzureisen, wie sie zum Stadion gekommen waren, was größtenteils auch befolgt wurde. Allerdings ergab sich schon nach dem ersten Spiel die Lage, dass hierbei eine Stadtbahnhaltestelle zeitweise die erforderlichen Kapazitäten nicht hatte, sodass die Menge der Wartenden bis auf die Straße reichte. Dies konnte die IVLZ mit ihren Kameras erkennen und die Einsatzkräfte vor Ort über den bestehenden Überlauf informieren. Die Situation wurde abgesichert, dank der Präsenz im Koordinierungskreis konnten die Verkehrsbetriebe auch sogleich einen Ersatzzug einsetzen und die kritische Situation auflösen. „Das waren Maßnahmen, die funktioniert haben, weil wir alle sehr genau hingesehen haben. Das Tracking hat uns zusätzlich extrem viel gebracht, weil wir uns so dann auch sehr gut auf die Folgespiele einstellen konnten. Da stand dann ein Ersatzzug schon in Bereitschaft, der schnell vor Ort war. Ab dem zweiten Spieltag ergab sich dann der kritische Überlauf dieser Haltestelle gar nicht mehr“, so Thomas. [...] (Stadionwelt, 01.07.2025)










