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29.06.2010 - WM 2010

FIFA nimmt Diskussion um Videobeweis auf


Nachdem die FIFA in den letzten Tagen trotz eklatanter Schiedsrichterfehler den Videobeweis noch kategorisch ablehnte, scheint man sich jetzt doch der öffentlichen Diskussion zu beugen. FIFA-Präsident Joseph Blatter kündigt an, über technische Hilfen nachzudenken.

Das Free-State-Stadium in Bloemfontein wird nach dem nicht gegebenen Tor der Engländer in die Sportgeschichtsbücher eingehen – 44 Jahre zuvor geschah eine ähnliche Ungerechtigkeit im Wembley-Stadion. Leidtragenden damals: die Deutschen<br />Bild: eu
Das Free-State-Stadium in Bloemfontein wird nach dem nicht gegebenen Tor der Engländer in die Sportgeschichtsbücher eingehen – 44 Jahre zuvor geschah eine ähnliche Ungerechtigkeit im Wembley-Stadion. Leidtragenden damals: die Deutschen
Bild: eu

Verschiedenen Medienberichten zufolge gebe es kurzfristig zwar keine Änderung der Bestimmungen, allerdings sei es angesichts der Schiedsrichterleistungen unumgänglich, den Videobeweis zumindest zu thematisieren. Nachdem die Referees bereits in einigen Vorrundenspielen durch Fehlentscheidungen in den Fokus gerückt waren, brachten die Geschehnisse der beiden sonntäglichen Achtelfinalspiele das Fass zum Überlaufen und schürten die öffentliche Diskussion um die Einführung technischer Hilfsmittel. Jetzt nimmt auch die FIFA daran teil.

Blatter soll sich zudem bei den jüngst betroffenen Mannschaften aus England und Mexiko entschuldigt haben. Im Spiel gegen Deutschland wurde ein reguläres Tor von Frank Lampard – der Ball war vollständig über der Linie – nicht anerkannt. Die Mexikaner gerieten durch einen klaren Abseitstreffer des Argentiniers Carlos Tévez in Rückstand. Ob die technischen Hilfsmittel allerdings im Fußball zur Anwendung kommen sollten, ist Ansichtssache. (Stadionwelt, 29.06.2010)




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