29.09.2009 - DEL


Zuschauerschwund in der DEL


Derzeit gibt es kein Vorbeikommen an den Eisbären Berlin im deutschen Eishockey. Souverän beherrschen die Hauptstädter die Spitze in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) als auch die Zuschauertabelle der Eliteklasse.

Wer jetzt allerdings von einem Eishockey-Boom in Deutschland träumt, vielleicht auch mit Blick auf die WM 2010, wird derzeit bei einem Blick auf die Zuschauerzahlen der anderen Spiele etwas ernüchtert. So konnten die Eisbären zwar 14.100 Fans in der O2-World begrüßen, doch zu den anderen sechs Partien des letzten Spieltages konnten die Clubs nur 22.434 Zuschauer in ihren Arenen begrüßen. Ohne die Eisbären sind das gerade einmal 3.739 Zuschauer pro Spiel gewesen.

Auffällig sind die Zuschauerrückgänge gerade bei den zwei Rivalen vom Rhein. Die Kölner Haie hatten in der LANXESS arena gegen die Hannover Scorpions nur 6.013 Zuschauer zu Gast. Das war der schlechteste Wert seit dem Umzug 1998 aus dem alten Stadion an der Lentstraße. Bereits in der vergangenen Saison geriet der KEC unter anderem wegen deutlich geringerer Zuschauereinnahmen in finanzielle Schwierigkeiten. Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin gesagt zeigte sich gegeüber dem Kölner Express geschockt über diese Resonanz: "Ich habe zwar eine schwache Zuschauerzahl befürchtet, aber so etwas natürlich nicht". Noch stehen die Haie mit einem Schnitt von knapp 10.000 aber ganz gut da.

Bei den DEG MetroStars aus Düsseldorf ist man niedrige Zuschauerresonanzen hingegen schon gewohnt, seit der Club vor drei Jahren aus der Brehmstraße in den neuen ISS Dome gezogen sind. Gerade einmal war die Arena seitdem mit 13.376 Zuschauern ausverkauft, als die DEG in der letzten Saison im Finale um den Titel kämpfte. Am letzten Spieltag haben sich nur 4.579 Fans zum 4:2-Sieg gegen Adler Mannheim, immerhin Rekordmeister der DEL, eingefunden.

Obwohl die Saison noch nicht so alt ist, dürften die geringen Zuschauerzahlen bei den Vereinsverantwortlichen nicht gut ankommen. Gleich bei elf Clubs vermelden einen Rückgang. So auch die Krefelder Pinguine, die 1.000 Besucher weniger haben im Vergleich zum Vorjahresschnitt. Auch die Nürnberg Ice Tigers können trotz eines 6:2 gegen die Iserlohn Roosters den Abwärtstrend nicht stoppen und liegen mit ihren 3.039 Anhängern im Schnitt rund 900 Besucher unter dem Schnitt des Vorjahres. Selbst Vereine wie die Hannover Scorpions (minus 2.200) oder die Mannheimer Adler mit einem Minus von 1.100 Fans sind davon betroffen. Allerdings sind die Zuschauerzahlen gerade zu Beginn der Spielzeiten traditionell schwach, und steigen erst in den Wintermonaten und am Ende der Hauptrunde deutlich an. (Stadionwelt, 29.09.2009)





        





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