02.03.2009 - Zuschauerzahlen


Zahlen sind gut – aber nur auf den ersten Blick


Am vergangenen Wochenende ist nach 52 Spieltagen die Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit einem Zuschauerrekord zu Ende gegangen. Vorjahresmeister Eisbären Berlin liegt sowohl sportlich als auch in der Gunst der Zuschauer ganz vorne.

In dieser Saison trugen die Eisbären ihre Heimspiele erstmals in der neuen o2 World aus. Mit 13.746 Zuschauern konnten sie ihren Schnitt fast verdreifachen – der Umzug aus dem Wellblechpalast im Sportforum Hohenschönhausen hat sich also gelohnt. Insgesamt ist der Schnitt in der DEL von 5.504 auf 5.867 Zuschauer pro Spiel gestiegen - ein neuer Zuschauerrekord für die Eliteklasse des Eishockes.. Diese Zahl ist aber nur auf den ersten Blick als positiv zu bezeichnen. Denn wenn man sich die Zahlen der DEL-Clubs einmal genauer anschaut, ist dieser leichte Anstieg zum allergrößten Teil auf den Zuschauersprung beim Meister zurückzuführen – die Hälfte der anderen Vereine hatte hier Rückgänge zu verzeichnen.

Hart hat es die Kölner Haie getroffen, nicht nur sportlich (vom Vizemeister zum Vorletzten der Hauptrunde), sondern auch in punkto Zuschauerzahlen. Mit 10.342 Fans hat der Verein im Schnitt fast 2.000 verloren, was mit die Ursache für die finanziellen Probleme des KEC sind. Mit fast 1.000 Zuschauer pro Spiel weniger haben auch die Hamburg Freezers deutliche Einbußen zu verzeichnen (von 8.834 auf 7.949). Einen größeren Zugewinn konnten neben den Eisbären einzig noch die Hannover Scorpions (+ 922) verbuchen und die Krefeld Pinguine (von 3.673 auf 4.491). Einen kleineren Anstieg bei den Zuschauerzahlen gab es noch in Mannheim, Augsburg und Frankfurt. Die Kassel Huskies als Aufsteiger konnten natürlich ebenfalls mehr Zuschauer begrüßen als in der 2. Bundesliga. Allgemein entwickeln sich die Besucherzahlen der DEL seit einigen Jahren positiv. In der Spielzwit 1999/2000 kamen keine 4.500 Fans in die Arenen, den ersten großen Sprung gab es dann 2002/03, als der Schnitt von knapp 4.600 auf fast 5.500 stieg. (Stadionwelt, 02.03.2009)





        





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