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16.02.2017 - Saarbrücken


Umbau des Ludwigsparkstadion wird teurer


Bildergalerie: Umbau des Ludwigsparkstadion Saarbrücken (Dezember 2016)


Die Stadt Saarbrücken geht von Mehrkosten für den Umbau des Ludwigsparkstadions, Heimspielstätte des 1. FC Saarbrücken, in seiner beschlossenen Form in Höhe von insgesamt rund 8 Millionen Euro aus. Die Gesamtkosten würden sich dann auf 28 Millionen Euro belaufen.

Zurzeit läuft das Verhandlungsverfahren für den Neubau von Tribünen, Funktionsgebäude und technischer Infrastruktur. Die Verhandlungen sind inzwischen so weit vorangeschritten, dass abzusehen ist, dass aufgrund diverser Gründe wie einer anhaltend guten Baukonjunktur und geringem Wettbewerbsdruck die ursprüngliche und zum Zeitpunkt der Erstellung fundierte Kostenkalkulation nicht zu halten sein wird.

Baudezernent Prof. Heiko Lukas geht davon aus, dass auch die Kalkulation für die weiteren noch anstehenden Teilprojekte wie der Neubau der Westtribüne, die Errichtung der Nebengebäude und der Verkehrsflächen und Außenanlagen nicht mehr der aktuellen Marktsituation standhält. Wenn das vom Stadtrat beschlossene Gesamt-Bauprogramm umgesetzt werden soll, muss man mit Mehrkosten von rund 8 Millionen Euro rechnen.

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Diese sehr schwierige und neue Situation erörtert die Landeshauptstadt mit dem Projektpartner Land, mit den städtischen Gremien und im Aufsichtsrat der Stadion GmbH. Da sich die Rahmenbedingungen durch die neue Kalkulation geändert haben, gilt es zunächst den Bestand der Fördermittelzusage in Höhe von rund 15 Millionen Euro abzusichern.

Die neue Kostenkalkulation und das weitere Vorgehen sollen im März in den städtischen Gremien erörtert werden. Die Stadtverwaltung schlägt vor, das laufende Verfahren zum Abschluss zu bringen und die Planungen und den Umbau wie vorgesehen fortzuführen um den bisherigen Zeitplan einhalten zu können. Sie will bis zum März dem Stadtrat dazu Finanzierungsvorschläge unterbreiten. Das Bauvorhaben soll trotz der schwierigen Lage ohne größere Verzögerungen zum Abschluss gebracht werden. (Stadionwelt, 16.02.2017)

Fotos Ludwigsparkstadion (Saarbrücken, Deutschland)




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Kommentare:

Architekt am 03.03.2017, 20:24 Uhr

Die Leute denken doch nicht nach. Neben Bau, Ausschreibungsverlängerung, Neuausschreibung und Neuplanung gibt es doch noch eine 5. Variante. Es gibt doch eine Detailplanung mit den Bauunternehmern. Da setzt man sich zusammen und schaut sich nochmal alles an, streicht einige Details und baut alles etwas günstiger. Günstigere Baustoffe. Usw. So kann man dann fast zum geplanten Preis bauen und hat nachher wie geplant eine Stadion mit 4 Tribünen und 15.000 Kapazität.


ironimus am 20.02.2017, 11:00 Uhr

@FCS-Fan: Man hatte von Anfang an auch das Gefühl, dass in Saarbrücken die Sache nur halbherzig angegangen wurde. Aue hatte ein klares Konzept mit Alternative (Komplettneubau oder Neubau von drei Tribünen unter Erhaltung der Gegengerade), während man als Außenstehender im Fall Saarbrücken den Verdacht haben konnte, dass man dort gar nicht so recht wusste was man eigentlich will. Man denke nur an den Erhalt der unüberdachten Vortribüne. Jetzt sucht man offensichtlich nach Ausreden für eine in mehrfacher Hinsicht "abgespeckte" Version. Dass dazu auch noch die Stadionneubauten in Russland herhalten müssen, ist ziemlich abenteuerlich.


Theo am 17.02.2017, 22:24 Uhr

Jeder Bürgermeister scheint sich für die Ewigkeit mit einem Stadion für seinen Viertligisten verewigen zu wollen.

Mal ehrlich, was die Kommune dort für Gelder, ohne groß nachzudenken, raushauen, ist schon gefährlich. In den USA gab es dazu schon zahlreiche Studien, die die ganzen Versprechungen widerlegten.


FCS-Fan am 17.02.2017, 08:09 Uhr

Diese Option (Wegfall der Gästetribüne) ist schon längst eingeplant und wurde in den vergangenen Wochen als der "Etat-Joker" bezeichnet. Da wussten die Planer schon, was ihnen blüht. Leider ist es jetzt noch schlimmer. Die Angebote für den Neubau der Hauptribüne und Heimkurve wird 8 Millionen teurer als gedacht, und damit ist noch nicht mal klar, wie diese gebaut werden sollen. Jetzt denken sie verzweifelt drüber nach, die Haupttribüne zu "kürzen" und solche Geschichten.

Es ist wirklich eine Provinzposse. Wir sprechen hier wohlgemerkt nur von 2/4 eines Stadions. Die Gegentribüne bleibt ja stehen, die Gästetribüne ist schon dem Etatjoker zum Opfer gefallen und nun wissen sie nicht mal, wie sie 2 Tribünen bauen sollen für eine Summe, wo zb in Aue zeitgleich ein komplettes Stadion inkl Abriss und Sicherung des Spielbetriebs während des Umbaus gebaut wird.

Begründung: In Russland (!!) werden derzeit so viele Stadien gebaut, das macht bei uns die Angebote so teuer.




FCS-FAN am 16.02.2017, 20:15 Uhr

Nein du kannst im Prinzip nicht auf eine Tribüne verzichten, da auf der einen Seite eine Stehplatz Tribüne für die FCS Fans und auf der anderen Seite eine gemische Tribüne für Gäste Fans (Sitz+Steht) und Heim Sitz geplant ist.

Man könnte kosten sparen, in dem man bei der letzteren auf den innenausbau der Sitzplätze für Heimfans verzichtet und eventuell den Unterrang der Gegentribüne mit Stehplätze nicht herrichtet, abr das kann ja auch nicht die Welt kostet.
Außerdem könnte man bei der bestehnden Oberrang der Gegentribüne auf den Austausch der Sitzschalen mit Rückenlehne verzichten.


Sparfuchs am 16.02.2017, 16:29 Uhr

Kann man nicht (um Kosten zu sparen) erst mal auf eine Hintertor-Tribüne verzichten?

Für die Regionalliga reichen doch auch 3 Tribünen oder?