16.01.2012 - Aachen


Tivoli wird nicht verkauft


Alemannia Aachen wird seine Heimspielstätte, den Tivoli, vorerst wohl nicht verkaufen. Demnach bleibt der finanziell angeschlagene Traditionsclub Besitzer und Betreiber des Stadions, das im August 2009 den alten Aachener Tivoli nach 81 Jahren ersetzt hatte.

Derzeit drückt den Verein, der sich beim Bau der 50 Millionen Euro teuren neuen Arena finanziell verhoben hat, eine jährliche Schuldenlast von 5,5 Millionen Euro aus Zins- und Tilgungszahlungen für das Stadion. Auf einer Sitzung hatten sich jetzt erstmals die Verantwortlichen mit den Gläubigern zusammengesetzt. Dabei wurde über die Situation debattiert und über einen Rettungsplan nachgedacht, der jedoch nicht den Verkauf der Spielstätte vorsieht. Stattdessen sollen laut Aachener Medienberichten die kurzfristigen in langfristige Kredite umstrukturiert und die jährlichen Belastungen somit auf unter zwei Millionen Euro gesenkt werden. Die Stadt und der Aachener Hauptsponsor Aachen Münchener werden voraussichtlich für die Summe aufkommen.

Des Weiteren soll die Bürgschaft, die sich der Club von der Stadt für Fananleihen besorgt hatte, nicht mehr gezogen werden. „Wir sind noch nicht am Ziel, vielleicht auf halbem Weg“, erklärte der vorsichtig optimistische Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp am Ende der Sitzung. (Stadionwelt, 16.01.2012)

Weitere Bilder über den Tivoli finden Sie hier.





        





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