05.07.2012 - FIFA


Technik-Revolution: Die Torkamera kommt


Auf einer Sondersitzung des International Football Association Board (IFAB) in Zürich wurde die Einführung der Torlinien-Technologie einstimmig beschlossen. Das Hawk-Eye und der GoalRef sollen zunächst getestet werden – auch der Torrichter ist weiter erlaubt.

Zunächst will die FIFA, die vier Vertreter an das IFAB entsendet und seit 1904 dessen Oberhoheit für Fußball-Regelfragen anerkannet, die Überwachungssysteme allerdings nur bei großen Veranstaltungen einsetzen. Erstmals sollen die Systeme bei der Club-WM im Dezember in Japan eine Hilfestellung geben. Danach folgen der Confederations Cup 2013 und die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Die beiden technischen Systeme müssen vom Weltverband noch zertifiziert werden.

Die UEFA unter der Leitung von Michel Platini hatte sich dagegen bereits im Vorfeld gegen technische Hilfsmittel ausgesprochen. In der Europa League sowie der Champions League werde es diese Systeme weiterhin nicht geben. Den Verbänden sowie den Profiligen ist es dagegen freigestellt, ob und welche Systeme eingesetzt werden. Ob und in welchen Stadien die Systeme überhaupt installiert werden können, muss außerdem noch geprüft werden. Garantiert wären Kosten in Millionenhöhe, da allein die Installation um die 300.000 Euro pro Stadion kostet. Zumindest englische Verbandsvertreter ließen verlauten, dass die Technik durchaus noch in der kommenden Saison integriert werden könnte.

Gestattet sind in Zukunft drei Systeme:

- Das aus dem Profi-Tennis bekannte Hawk-Eye zeichnet das Spielgeschehen über sechs Kameras auf und ermittelt so die Position des Balles. Landet das Spielgerät im Tor, erhält der Schiedsrichter ein Signal.

- Alternativ wird der GoalRef getestet. Innerhalb der Torrahmen wird ein Magnetfeld erzeugt, dass bei einem Tor eine Magnetspule im Ball aktiviert und dem Unparteiischen ein elektronisches Signal gibt.

- Bereits im Einsatz ,und weiterhin im Rennen um die Tortechnik, sind die Torrichter.

Neben den vier FIFA-Vertretern besteht das IFAB zudem noch aus je einem Gesandten des englischen (FA), schottischen (SFA), walisischen (FAW) und nordirischen (IFA) Verbandes. Das Gremium kommt im Regelfall ein mal im Jahr zusammen. (Stadionwelt, 05.07.2013)





        





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Hans am 06.07.2012, 21:22 Uhr

@Peter:Ich hab das so verstanden,daß das Magnetfeld zwischen den Torrahmen(also den beiden Pfosten und der Latte)erzeugt wird und somit nur eine Ausdehnung der Länge und der Durchmesser von Pfosten und Latte benötigt.Vielleicht höchstens noch des Raumes,der duch das Tornetz abgedeckt wird,wär aber vielleicht garnicht unbedingt nötig.


peter am 06.07.2012, 11:15 Uhr

verstehe nicht ganz wie das funktionieren soll mit dem chip im ball. da wird doch ein magnetfeld als spiegelbild des strafraumes erzeugt. das würde doch bedeuten, dass hinter dem tor mindestens 16m platz sein müssen. das lässt sich doch in der bundesliga gar nicht umsetzen: nicht in dortmund, münchen, schalke, mainz usw.... das sind die ränge doch quasi direkt hinter dem tor.