06.12.2012 - Euro 2020


Stadionwelt-Szenario zur EM-Reform der UEFA


Die UEFA hat angekündigt, die EURO 2020 in 13 europäischen Metropolen auszutragen. Bereits im Juli hat Stadionwelt ein Szenario entworfen, das nach jetzigem Stand Realität werden könnte. Hier noch einmal die mögliche EURO 2020 im Detail.

Statt einem oder zwei Ländern als Gastgeber, wie bislang üblich, wäre das Turnier über den ganzen Kontinent verteilt. Mit dem Vorschlag des Modells „Europas Metropolen“ würde sich die Möglichkeit anbieten, in einem Turnier viele der großen, bekannten und traditionellen Stadien Europas mit EM-Partien abzudecken.

Mögliche Kandidaten wären beispielsweise Lissabon (Portugal), Madrid und Barcelona (Spanien), Paris (Frankreich), Berlin und Dortmund (Deutschland), London und Manchester (England), Rom und Mailand (Italien), Kiew (Ukraine) und Moskau (Russland). Damit würde in großen und bekannten Stadien wie dem Camp Nou, dem Stade de France, im Wembley Stadium und dem Old Trafford, im Berliner und Römer Olympiastadion oder dem Olympiastadion Luzhniki gespielt.

Weitere Möglichkeiten gäbe es zu Genüge. Statt Kiew könnte Warschau mit seinem neuen Nationalstadion als Gastgeber auftreten, Dortmund könnte für München (Allianz Arena) oder die schwedische Hauptstadt Stockholm ausgetauscht werden, wo im November die Friends Arena für 50.000 Zuschauer eröffnet wurde. Für Lissabon, das gleich über zwei EM-taugliche Stadien verfügt, könnte auch die schottische Metropole Glasgow mit gleich drei großen Stadien als Gastgeber auftreten. Um bei der Anzahl von zwei britischen Städten zu bleiben, wäre es auch möglich, dass London und Glasgow an Stelle von Manchester EURO-Spielorte werden. Auch Wien mit dem Ernst-Happel-Stadion ist eine Option, genau wie die Bosporus-Metropole Istanbul mit der Türk Telekom Arena, die auch wesentlicher Bestandteil der türkischen Bewerbung für die EURO 2020 war. Denkbar wäre auch der Einsatz von Rumäniens Hauptstadt Bukarest mit der im September 2011 neu eröffneten Arena Nationala.

Metropolen-Modell von Stadionwelt:
- 13 Städte als Ausrichter der EURO 2020
- Verteilt über ganz Europa
- Berücksichtigung vieler großer, bekannter und traditioneller Stadien
- Nutzung bestehender Infrastruktur
- Märkte mit großer Fußball-Kultur

In der EM-Vorrunde wäre es dann möglich, dass eine Stadt als Gastgeber von einer Gruppe auftritt, also, dass alle Gruppenspiele in einem Stadion ausgetragen würden. In Städten mit gleich mehreren großen Stadien wie London (Wembley, Emirates Stadium, Stamford Bridge, Twickenham Stadium und der noch zu bauenden New White Hart Lane), Lissabon (Estádio da Luz, Estádio José Alvalade XXI) oder Glasgow (Ibrox Stadium, Celtic Park und Hampden Park) bestünde die Möglichkeit, die Gruppenspiele auf diese zu verteilen. Der Hampden Park müsste allerdings umfangreich modernisiert und das Twickenham Stadium, eine Rugby-Arena, umgebaut werden. So könnte die UEFA auch in Moskau vorgehen, das neben dem Luzhniki nach der WM 2018 in Russland auch mit der VTB-Arena, dem ehemaligen Dynamo-Stadion, und dem Spartak-Stadion über drei moderne Arenen verfügen wird.


Die ganz großen Metropolen wie London, Paris, Rom, Berlin oder Moskau, die auch fast alle über die größten und modernsten Stadien verfügen, böten sich als mögliche Endspielorte, zumindest aber als Gastgeber des Spiels um den dritten Platz und die Halbfinal-Partien an. Kleinere Stadien wie die in Lissabon, Warschau oder Wien wären hingegen ideal für die Austragung der Gruppenspiele.

Geregelt werden müsste allerdings noch das Thema Heimrecht. Da nicht alle 24 qualifizierten Länder auch mit einem Stadien bei der EURO 2020 nach dem Platini-Modell vertreten wären, müsste ein Kompromiss getroffen werden. Verzichten alle Teilnehmer auf ein Spiel im eigenen Land, oder wird gelost? Die Vergabe der Tickets hingegen wäre zumindest in der Gruppenphase einfach zu gestalten, da jede Nationalmannschaft alle drei Spiele in einem Stadion oder zumindest einer Stadt absolvieren würde. Für die Partien der K.O.-Runden wären Optionsscheine, die dann gegen die Karten eingelöst werden können, eine denkbare Lösung. (Stadionwelt, 06.12.2012)





        





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Kommentare:

Toni am 07.12.2012, 10:57 Uhr

Ich finde es eine gute Idee! Ist doch mal eine Abwechslung!


Arena am 06.12.2012, 19:45 Uhr

Wieder ein Geschenk Platinis an Frankreich. Nach 2016 wird wohl wieder eine franz. Stadt ein Eurospiel haben.
Die Türken bauen weiter an ihren Stadie, egal ob sie eine EURO bekommen oder nicht.


Schädel am 06.12.2012, 18:41 Uhr

Hat sich nicht die Türkei für 2020 beworben ? Gerade die Uefa sollte mal \"Respect\" zeigen und diesem Land endlich die EM geben.
Was spricht gegen die Türkei ? Stadien,Hotels und Infrastruktur können es sicher mit jedem Staat in Europa aufnehmen.


Lenz am 05.07.2012, 12:59 Uhr

Für eine Reform der EM wäre ich auch. Ich würde gern die Qualifikation abschaffen und alle Teams zur EM zulassen (auch das Kosovo). Im K.O.-System, wie beim DFB-Pokal, in 6 Runden, hätte man den Europameister ermittelt, alle wären dabei, genug Stadien gibt es in Europa, die EM könnte dann auch alle zwei Jahre stattfinden, wie in Afrika. In der ersten Runde bekommen gesetzte Mannschaften Freilose. Ich finde die Qualifikation gähnend langweilig (z.B. gegen San Marino auswärts und zu Hause). Darauf könnte ich gern verzichten.


Karlchen am 04.07.2012, 17:17 Uhr

EURO 2020 im Westfalenstadion - mich würde es freuen!


Packer am 04.07.2012, 16:22 Uhr

Ich finds gar nicht so schlecht. Coole Städte + coole Stadien = coole EURO?


honk am 03.07.2012, 19:59 Uhr

So ein Blödsinn!