01.06.2012 - Zuschauer


Rekord ja, Boom nein


Wie geht es mit der Bundesliga weiter? Das war die Frage, nachdem die deutschen Frauen bei der WM 2011 bereits im Viertelfinale ausschieden. Jetzt lässt sich sagen: Der erhoffte Boom ist ausgeblieben, aber immerhin konnte die Liga sich über einen Zuschauerrekord freuen.

Zum ersten Mal in der 22-jährigen Geschichte der Spielklasse kamen in der Saison 2011/2012, die am vergangenen Wochenende beendet wurde, mehr als 1.000 Zuschauer pro Spiel in die Stadien der Clubs. Gegenüber der Spielzeit zuvor stieg der Wert um rund 26 Prozent auf genau 1.121 an. Damit liegt er etwas höher als der Schnitt in den drei Männer-Regionalligen.

Damit wurde ein angepeiltes Ziel zwar erreicht, der erhoffte Boom blieb aber aus, speziell, was das Medieninteresse beträgt. Mit Meister Turbine Potsdam (2.533), dem 1.FFC Frankfurt (2.446), dem VfL Wolfsburg (1.791), dem FCR Duisburg (1.655) und der SG Essen-Schönebeck (1.016) verzeichneten fünf der zwölf Clubs fünfstellige Werte. Der Abstand zum SC Bad Neuenahr mit 759 Zuschauern ist allerdings sehr groß, zudem blieben der HSV und Bayer Leverkusen unter der Marke von 400 Fans pro Spiel.

Ob sich der Anstieg der Zuschauerzahlen in der zweiten Saison nach der WM fortsetzt oder zumindest bestätigt werden kann, wird sich noch zeigen müssen. Positiv könnte sich auswirken, dass mit dem VfL Wolfsburg ein Club in die Phalanx der großen Drei (Potsdam, Frankfurt und Duisburg) eingebrochen ist. Zudem hat der HSV seine Mannschaft aus finanziellen Gründen abgemeldet. Allerdings kommt mit dem Aufsteiger VfL Sindelfingen aus der 2. Bundesliga Süd ein zuschauerschwaches Team hinzu. (Stadionwelt, 01.06.2012)





        





Weitere News zum Thema „Zuschauer“:
09.06.2014: Zuschauerschnitt auf Rekordniveau
13.06.2012: Geisterspiel für Fortuna und den KSC beantragt
03.05.2012: Basketballer freuen sich über Zuschauerrekord
16.03.2012: Eisbären auf Platz Drei im Zuschauerranking


Kommentar schreiben

Name:


Kommentar:


Kommentar-Regeln