11.05.2012 - Regensburg


Porträt: Städtisches Jahnstadion Regensburg


Am Freitagabend trifft der SSV Jahn Regensburg im Hinspiel der Relegation zwischen dem drittplazierten der 3. Liga und dem drittletzten der 2. Bundesliga auf den Karlsruher SC. Austragungsort ist das Städtische Jahnstadion. Stadionwelt blickt auf die Spielstätte.

Das Städtische Jahnstadion bietet mit seinem weiten Rund und der verwitterten Laufbahn eine ganz besondere Stadionatmosphäre. Mit einer großen überdachten Haupttribüne ist es ein beliebter Anlaufpunkt für Liebhaber altehrwürdiger Grounds mit nostalgischem Flair. Heute bietet es Platz für 10.724 Zuschauer, von denen 950 Plätze überdacht sind.

Im Jahr 1926 wurde das damalige Jahnstadion eröffnet, nachdem der Verein das Grundstück bereits gepachtet hatte. Die erste Tribüne wurde allerdings erst 1931 gebaut, damit galt das Stadion als eines der modernsten Fußballstadien der damaligen Zeit. 16 Jahre später wurden sowohl erstmals Stehplatzränge als auch der sogenannte Turm errichtet, auf dem die Stadionuhr und Anzeigetäfelchen angebracht worden. Heute stehen dort die Fans des SSV Jahn Regensburg.

In den 50er Jahren erlebte das Stadion seine beste Zeit. Mit einem Schnitt von 17.000 Besuchern wurde damals auch der noch heute bestehende Zuschauerrekord von 30.000 Besuchern beim Spiel der heimischen Mannschaft gegen die SpVgg Fürth aufgestellt. 1975 musste das Stadion wegen sportlichen Misserfolgs und daraus resultierender Einnahmeverluste an die Stadt Regensburg verkauft werden. Seit dem wird das Stadion Städtisches Jahnstadion genannt.

Seit den Olympischen Spielen 1972 darf sich das Jahnstadion zudem auch Olympiastadion nennen, weil fünf Spiele des olympischen Fußballturniers dort ausgetragen worden.

Als man im Jahr 1987 keine Mittel für einen Neubau aufbringen konnte, wurde das Jahnstadion komplett saniert. Auch eine Flutlichtanlage wurde errichtet. Im Juli 2008 fand der DFB bei einer Stadionkontrolle etliche Mängel im Bereich Sicherheit und Komfort. Daraufhin beschloss der Stadtrat 475.000 Euro aufzubringen.

Mit der erneuten Sanierung baute man eine neue Vortribüne und die auf der Haupttribüne bestehenden Holzbänke wurden durch rote Schalensitze ersetzt. Außerdem wurde der Eingansbereich mit einer modernen Videoüberwachung ausgestattet.

Derzeit gibt es konkrete Pläne für einen Neubau. Auf dem Gelände südlich der A3 soll nach Vorbild des Audi-Sportparks in Ingolstadt ein neues Stadion gebaut werden. Schafft der SSV Jahn Regensburg allerdings den Aufstieg in die 2. Liga, muss das Jahnstadion zweitligatauglich gemacht werden. Der Verein würde eine Rasenheizung für 400.000 Euro bauen und die Stadt würde mit einer zusätzlichen Tribüne für 1.000 Zuschauer ebenfalls einen Beitrag leisten.

Jedoch würde das Stadion dann immer noch nicht die geforderte Kapazität des DFB von 12.000 Zuschauerplätzen erreichen. Aus diesem Grund hoffen die Verantwortlichen des Vereins auf eine zweijährige Ausnahmeregelung bis zur Eröffnung der neuen Arena.

Weitere Bilder zum Städtischen Jahnstadion





        





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