18.07.2012 - Nürburg


Nürburgring geht in die Insolvenz


Deutschlands traditionsreiche Rennstrecke, der Nürburgring, geht in Insolvenz. Die EU-Kommission benötigt mehr Zeit für die Prüfung der beantragten Rettungshilfe, doch die hat die Rennstrecke nicht. Das rheinland-pfälzische Kabinett hat die Insolvenz heute beschlossen.

Grund ist nach Angaben von Ministerpräsident Kurt Beck, dass die EU-Kommission die vom Land beantragte Rettungsbeihilfe von 13 Millionen Euro voraussichtlich nicht vor dem 31. Juli genehmigen wird, schreibt das Handelsblatt. Die EU-Kommission hat demnach für eine Finanzspritze von Rheinland-Pfalz an die staatliche Besitzgesellschaft mehr Prüfbedarf angemeldet und auf ein Problem hingewiesen. Die zu 90 Prozent landeseigene Nürburgring GmbH braucht aber dringend Geld.

Beck kritisierte laut Handelsblatt in diesem Zusammenhang die EU-Kommission, von der das Land bis vor wenigen Tagen noch positive Signale mit Blick auf die Genehmigung der Rettungsbeihilfe erhalten habe. Dass die EU die Entscheidung in dieser Frage nun einfach vertage, halte er für äußerst bedenkenswert.

Der Nürburgring ist vor allem als Veranstaltungsort von Formel-1-Rennen und des Musikfestivals Rock am Ring bekannt. Was aus den beiden Events wird, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Eine Möglichkeit wäre, dass der Hockenheim alle Rennen bis 2018 übernimmt. Zurzeit wechseln sich die beiden Rennstrecken jährlich ab. (Stadionwelt, 18.07.2012)





        





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