27.01.2012 - Erfurt


Neue Skepsis gegenüber Erfurter Stadionbau


Bezüglich des geplanten Umbaus des Steigerwaldstadions in Erfurt nimmt der Druck auf Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig zu. Die CDU forderte nun, das Finanzierungskonzept, an dem auch das Land umfassend beteiligt werden soll, detailliert offenzulegen.

In dieser Woche forderten laut einem Bericht der Ostthüringer Zeitung die Unionsminister Christian Carius, Wolfgang Voß und Jörg Geibert den Wirtschaftsminister in einem gemeinsamen Brief auf, nochmals im Kabinett über die Finanzierung zu diskutieren.

Um eine teilweise Unterstützung des voraussichtlich 27,5 Millionen Euro teuren Umbaus aus öffentlichen Geldern zu rechtfertigen, müssten auch eine hohe Anzahl außersportlicher Veranstaltungen in der neuen Arena stattfinden. Eine Förderung reiner Sportstätten ist laut der Landesrichtlinien untersagt. Zudem müsste ein großer Teil der Besucher regelmäßig von außerhalb eines Umkreises von 30 Kilometern in das Stadion kommen, um den Tourismusstandort Erfurt zu stärken.

„Mir erscheint, dass Machnig und Oberbürgermeister Andreas Bausewein mit deutlich überoptimistischen Prognosen die Förderung zweier Kulturarenen vorantreiben, als Begründung dafür, ein Stadion zu bauen“, so Thüringens CDU-Fraktionschef Mike Mohring gegenüber der OTZ. Sollten die Kalkulationen nicht eingehalten werden, drohen später Rückzahlungen an das Land in Millionenhöhe. (Stadionwelt, 27.01.2012)

Weitere Bilder vom Steigerwaldstadion in Erfurt finden Sie hier





        





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