15.12.2009 - Euro 2012


Multifunktionalität ist das Ziel


Polen liegt im Zeitplan mit den Stadien- und Infrastrukturarbeiten für die Fußball-Europameisterschaft der Männer 2012. Bei der UEFA-Inspektion wurden vor allem deutlich, dass das Hauptaugenmerk auf die Nachhaltigkeit gelegt wird. Die Töne aus der Ukraine klingen weniger gut.

Sowohl das Stadion in Warschau wie auch das in Breslau nehmen stetig Form an. So wird bei beiden sichtbar, dass nicht etwa die Nutzung für das Großevent EM im Mittelpunkt der Planung steht, sondern die Nutzung danach. Das Warschauer Stadion bietet 55.000 Gästen Platz. Doch wie der Projektleiter Dominik Kowalski erklärt, reiche das für eine Stadt wie Warschau. Das Stadion wird das erste in Polen sein, dass nach den UEFA-Standards errichtet wurde.

Doch in Polen bedarf es mehr um die Bevölkerung zum Fußball zu bewegen. Dort würden nur hartgesottene Fans in die Stadien gehen. Ein Punkt dafür sein auf jeden Fall die mangelnde Sicherheit der bisherigen Stadien, ist sich der Projektleiter sicher. Trotzdem sei es für die Verantwortlichen wichtig, ein Konzept um das Stadion zu entwickeln, dass es jeden Tag in der Woche zu füllen. So wird es auf dem 495 Millionen Euro teuren Areal neben dem Stadion vielfältige Veranstaltungsräumlichkeiten und Büroflächen geben. Zusätzlich sei die Einrichtung eines Fanclubs geplant, der besonders gewaltbereiten Fans Alternativen aufzeigen will.

Auch das Stadion in Breslau wird neben 40.000 Zuschauern auch einem Fitnessclub, einer Diskothek, Restaurants und Büroflächen Platz geben. Aufgrund des akuten Büromangels in der Stadt und der guten Verkehrsanbindung die das Stadion erhaltne soll, glauben die Projektleiter an den Erfolg des Konzepts. Im Frühjahr 2001 soll der 213 Millionen Euro teure Komplex eröffnet werden.

Während Polen gut gerüstet scheint, tritt man in der Ukraine immer noch auf der Stelle. Die Zeitpläne für mehrere Bauprojekte sind schon längst überschritten. Die UEFA scheint dennoch an die Machbarkeit des Gesamtprojekts EM 2012 in Polen und der Ukraine zu glauben, denn obwohl die Ukraine soweit zurück liegt, wird es keine Änderungen geben. (Stadionwelt, 15.12.2009)





        





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