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19.06.2012 - Köln


Kölner gegen Stadion-Sanierung


Laut einer Umfrage des Kölner Stadt-Anzeigers (KSTA) würden 70 Prozent der Bevölkerung eine Modernisierung von Sportanlagen bei der knappen Finanzlage Kölns ablehnen. Die kostenlose Nutzung der Anlagen für Hobbysportler würde bei den Bürgern hingegen gut ankommen.

Lediglich 13 Prozent sind dafür, dass das Südstadion von Fortuna Köln sowie die Sportanlage Höhenberg von Viktoria Köln entsprechend den Vorgaben des DFB modernisiert werden. Etwa 30 Prozent sind der Meinung, dass für beide Vereine ein Stadion reichen müsse. Fast die Hälfte der Befragten ist sogar komplett gegen Sanierungen. Dies ergab eine repräsentative Meinungsumfrage im Auftrag des Kölner Stadt-Anzeigers.

Der Sportpark Höhenberg ist die Spielstätte vom FC Viktoria Köln<br />Bild: Matthias Langer
Der Sportpark Höhenberg ist die Spielstätte vom FC Viktoria Köln
Bild: Matthias Langer

Fortuna und Viktoria spielen in der kommenden Saison in der Regionalliga und peilen womöglich den Aufstieg in die 3. Liga an. Um unter anderem die Vorschriften des DFB für den Profifußball zu erfüllen, werden nach einem Beschluss des städtischen Ratsausschusses für Sport in jedes der beiden Stadien 1,5 Millionen Euro investiert. Viktoria durfte in der vergangenen Saison schon in der NRW-Liga nur mit einer Ausnahmegenehmigung spielen, weil die Vorgaben selbst für diese Spielklasse nicht erfüllt waren.

„Höhere Spielklassen bedeuten auch mehr Zuschauer und letztlich höhere Mieteinnahmen für die Stadtkasse“, verteidigt Peter Kron (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses, im Kölner Stadt-Anzeiger die Sanierung beider Stadien. Die Vereine, die außer der Profimannschaft noch zahlreiche weitere Leistungsteams hätten, in einem gemeinsamen Stadion unterzubringen, seien zudem organisatorisch nicht machbar gewesen.

Das Südstadion vom SC Fortuna Köln hat eine Kapazität von 12.000 Zuschauern<br />Bild: Stadionwelt
Das Südstadion vom SC Fortuna Köln hat eine Kapazität von 12.000 Zuschauern
Bild: Stadionwelt

Angesichts der „Gemengelage mit zwei stark konkurrierenden Clubs“ wäre „ein Konfliktpotenzial entstanden, das ungemein schwierig zu bewältigen gewesen wäre“, meint auch Hans Rütten von der für die Stadien zuständigen städtischen Sportstätten GmbH gegenüber dem KSTA. Die Entscheidung, Fußball auf diesem Level mit kommunalen Mitteln zu ermöglichen, sei nichts Ungewöhnliches. „Das machen andere Städte genauso.“

Zudem gehe es nicht „um Luxusausbauten, sondern um dringend notwendige Sanierungen“. Beispielsweise um eine funktionierende Beschallungsanlage bei Notfällen oder eine Flutlichtanlage. Im Südstadion koste allein die Entsorgung des asbestverseuchten Tribünendaches etwa 300.000 Euro. Und hinzu käme noch die Sanierung der Laufbahn sowie der Weitwurf- und Sprunganlagen, die von Schulklassen genutzt würden, so Fortuna-Geschäftsführer Dirk Daniel Stoeveken gegenüber dem KSTA. (Stadionwelt, 19.06.20129)

Weitere Bilder von sowie Informationen über das Südstadion finden Sie unter diesem Link

Weitere Bilder vom Sportpark Höhenberg finden Sie unter diesem Link





        





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