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14.02.2017 - Graubünden


Keine Olympiakandidatur von Graubünden für 2026


Der Schweizer Kanton Graubünden wird keine Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2026 erarbeiten. Bei einer Volksabstimmung haben sich 60,1 Prozent der Wähler gegen eine Bewerbung ausgesprochen.

Die Regierung von Graubünden gab dazu bekannt:
Die Regierung bedauert die Entscheidung: Eine detaillierte Abklärung der Auswirkungen Olympischer und Paralympischer Winterspiele auf den Kanton im Rahmen der Ausarbeitung einer Kandidatur ist damit hinfällig geworden.

Der Wintersport bleibt ein bestimmendes Angebotselement für den Kanton Graubünden als Ferien- und Freizeitdestination, aber auch als Wohnkanton und Lebensraum. Sportveranstaltungen können eine große öffentliche Ausstrahlung entfalten und vermögen für die Vermarktung der Tourismusdestination wie für die Begeisterung der Bevölkerung für den Sport Großes zu leisten. Auch an die laufende Entwicklung der Infrastruktur in Tourismus, Sport, Verkehr sowie Informations- und Kommunikationstechnologie können sie Entscheidendes beitragen. Die Regierung wird deshalb auch künftig Projekte für Sportveranstaltungen im Kanton prüfen und gegebenenfalls unterstützen.


Einen ausführlichen Beitrag zum Thema Akzeptanz von sportlichen Großveranstaltungen finden Sie in der kommenden Ausgabe von Stadionwelt INSIDE (01/2017). Weitere Themen des Heftes sind Hotels in Stadien sowie das aktuelle Stadien- und Arenaranking.
Informationen und Bestellmöglichkeiten von Stadionwelt INSIDE

Trotz ihrer unterschiedlichen Ansichten zu einer Olympiakandidatur haben sowohl Gegner wie Befürworter die Notwendigkeit neuer Ideen und Impulse für den Tourismuskanton Graubünden immer wieder unterstrichen. Die Regierung ruft die verschiedenen politischen Kräfte, Verbände und Leistungsträger auf, die darüber begonnene Diskussion in konstruktiver Art und Weise weiterzuführen und zusammen an Zukunftsmodellen des Tourismus und des Sports in Graubünden zu arbeiten. Die Regierung wird einen solchen Prozess im Rahmen ihrer strategischen Absichten im Rahmen des Regierungsprogramms aktiv unterstützen.

Olympische und Paralympische Spiele 2026 bleiben in der Schweiz ein Thema. Im Rahmen einer Kandidatur Sion 2026 würden St. Moritz und Celerina mit dem Olympia Bob Run zum Austragungsort der Bob-, Rodel- und Skeletonwettbewerbe. Die Regierung unterstützt dieses Vorhaben und wünscht der Kandidatur Sion 2026 viel Erfolg. (Stadionwelt, 14.02.2017)






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Kommentare:

Nochmals Europa... am 17.02.2017, 07:29 Uhr

Zu den gigantischen Kosten wird es wohl keine zwei Meinungen geben. Aber ich habe wenig Verständnis dafür, dass bei Bewerbern, bei denen fast alles schon da ist (München 2018 + 2022, Oslo 2022) die Akzeptanz in der Bevölkerung fehlt. Hier hätte man zeigen können, dass es auch eine Nummer klener, nachhaltiger und wesentlich billiger geht. Für Pyeonchang 2018 (auch Peking 2022) muss alles neu gebaut werden und steht wohl nach den Spielen leer. Aber das ist uns in Europa doch wurscht...


@Europa am 16.02.2017, 14:51 Uhr

Guck dir mal den Kosten-/Nutzenfaktor von Olympia, Fußball-WM und ähnlichem an.

Der Gastgeber darf alles bezahlen (Stadien, Straßen, Sicherheit, ...) und der Veranstalter (FIFA, IOC, UEFA) kassiert steuerfrei die kompletten Einnahmen.

Jeder halbwegs klar denkende Interessent sollte die Finger davon lassen!


Europa macht das Licht aus am 16.02.2017, 13:10 Uhr

Eigentlich schade, dass Europa den A.... nicht mehr hochbekommt (siehe jetzt Graubünden, oder München 2022 oder Olso 2022 oder ... Und sich dann wundern, wenn Großereignisse nach China, Katar oder sonstwohin vergeben werden. Aber vielleicht hat Sion den Mumm für eine Bewerbung.


Long John Silver am 15.02.2017, 12:23 Uhr

Der Ansicht bin ich auch. Wobei es schön gewesen wäre, wenn die Winter Olympia hier in der Nähe gewesen wäre und nicht im asiatischen Raum!!!


kluge Entscheidung! am 15.02.2017, 09:03 Uhr

Eine sehr kluge Entscheidung!

Am Ende hätte man viel Geld für eine Bewerbung ausgegeben und gegen Peking, Abu Dhabi oder Russland verloren...