29.04.2011 - Gummersbach


Gummersbach: Ausschreibung für Hallen-Neubau


Ende Juni will die Arena Gummersbach GmbH & Co. KG den Bau einer neuen Heimspielstätte für den Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach europaweit ausschreiben. Die Arbeiten an der finanziellen Sanierung der Handball GmbH sollen bis dahin abgeschlossen sein.

Wie Stadionwelt bereits berichtete, will der Handball-Bundesligist eine neue Halle bauen. Gefördert vom Land NRW und zusätzlich finanziert von den Sponsoren des VfL soll auf einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Grundstück für rund neun Millionen Euro eine neue, 4.000 Zuschauer fassende Heimspielstätte entstehen. Seit gestern bereitet nun die Arena Gummersbach GmbH & Co. KG das Ausschreibungsverfahren für die Bauarbeiten vor. Damit nimmt der Bauherr der geplanten Halle auf dem Steinmüller-Gelände laut Pressemitteilung des Vereins das Signal aus Düsseldorf auf, wo am 19. Mai die Abgeordneten des nordrhein-westfälischen Parlaments den Landeshaushalt 2011 verabschieden. Auf dessen Grundlage könnten die vor einem Jahr beantragten öffentlichen Zuschüsse für den Hallen-Neubau endgültig bewilligt werden. Vor wenigen Tagen gab es allerdings noch Medienberichte, dass die neue Landesregierung aufgrund ihres Sparkurses keine Förderung geben wird.

„Aufgrund der politischen und juristischen Auseinandersetzungen um den Landeshaushalt war der ursprüngliche Zeitplan, mit Beginn der Saison 2012/2013 in der neuen Halle zu spielen, nicht mehr zu halten. Aber aufgeschoben hieß ja zum Glück nie aufgehoben“, freuen sich VfL-Manager Axel Geerken und Götz Timmerbeil, Aufsichtsrats-Vorsitzender der Handball GmbH, jetzt schon auf die Schwalbe-Arena im Herzen Gummersbachs. Schwalbe, ein Unternehmen aus dem nahe gelegenen Reichshof, ist Hauptsponsor des VfL und wird zudem Namensgeber der neuen Halle sein.

„Wir hoffen auf Post mit dem positiven Förderbescheid spätestens Ende Juni“, so Axel Geerken, der auch einer von zwei Geschäftsführern der Arena-Gesellschaft ist. Der Aufsichtsratschef Peter Thome begründet, weshalb man jetzt schon ein Ingenieurbüro beauftrage, die Ausschreibung vorzubereiten: „Sobald die verbindliche Zusage vorliegt, wollen wir das Verfahren sofort eröffnen können.“

Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung wird ein so genannter Generalübernehmer gesucht, der nicht nur alle vorbereitenden Arbeiten wie die statischen Berechnungen übernimmt, sondern auch für die Bauarbeiten sowie deren Leitung verantwortlich sein wird. Nach einer geplanten Bauzeit von etwa einem Jahr soll dann im Frühjahr 2013 der Schlüssel für die neue Halle übergeben werden.

„Dem starken Team auf der Platte sowie den starken Partnern neben dem Spielfeld schulden wir aber nicht nur die neue Halle, sondern auch, dass wir endlich das Thema Bilanzsanierung des VfL anpacken“ so Götz Timmerbeil. Erst jüngst waren die Mitglieder des Aufsichtsrates eingesprungen und hatten Finanzlöcher bis zum Saisonende gestopft.

Mehr Fotos der Eugen-Haas-Halle finden Sie im Arenaguide. (Stadionwelt, 29.04.2011)





        





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