14.10.2011 - Aachen


Folgt Aachen dem Beispiel Bielefeld?


Bereits während der letzten Saison machte Zweiligist Alemannia Aachen mit Finanzproblemen Schlagzeilen – nun ist offenbar neuer Grund zur Sorge bei dem Deutschen Vizemeister von 1969 aufgetaucht. Die Abzahlung des neuen Tivoli drückt einige Dellen ins Budget des Vereins.

Jedes Jahr muss der Tabellenletzte der 2. Bundesliga 5,5 Millionen Euro an die Stadt zahlen, dazu kommen noch mal 500.000 Euro für das zum Tivoli zugehörige Parkhaus. Seit das Stadion vor rund zwei Jahren eröffnet wurde, hat der Verein der Aachener Zeitung zufolge drei Millionen Euro zurückgezahlt. Auf Grund der knapp acht Millionen Euro Schulden, die die Alemannia drücken, ein nicht unerheblicher Betrag.

Das durch die derzeitige sportliche Situation stark gesunkene Zuschaueraufkommen und die Tatsache, dass der Verein auch im TV-Ranking hinter den Kalkulationen zurück liegt, bereiteten nun Probleme. „Die derzeitige Lage ist nicht dramatisch. Aber wenn die Bedingungen so bleiben, könnte es bei der Lizenzerteilung für die kommende Saison Probleme geben“, gab Meino Heyen, Aufsichtsratschef des Clubs, gegenüber Medien zu. Die laufende Spielzeit seit aber dank der Mehreinnahmen aus der letzten Saison gesichert.

Bei dieser Entwicklung werden Erinnerungen an den Fall Bielefeld wach. Die Ostwestfalen verhoben sich beim Bau der neuen Osttribüne in der SchücoArena und stürzten in nur vier Jahren von der Bundesliga ans Tabellenende der Dritten Liga. Der Schuldenstand der Arminia beträgt 27 Millionen Euro.

Alemannia Aachen hofft nun auf Unterstützung von Seiten der Stadt. Man wolle aber keine Kredite, sondern lediglich Sicherheiten, um die finanzielle Lage wieder zu beruhigen, hieß es von Seiten des Clubs. (Stadionwelt, 14.10.2011)

Eine Bildergalerie des neuen Tivoli finden Sie hier.





        





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