27.06.2012 - Valencia


EU-Rettungsschirm sei Dank: Valencia baut wieder


In Valencia kann nach mehr als 1.000 Tagen die Arbeit am Bau des Nou Mestalla wieder aufgenommen werden. Der hoch verschuldete Erstligist Valencia CF konnte sich mit seinem Hauptgläubiger, der Bankengruppe Bankia, auf eine neue Übereinkunft verständigen.

Auf seiner Website teilt der Club mit, dass Bankia das alte Estadi de Mestalla erwerben und im Gegenzug den „Los Che“ Schulden in Höhe von 250 Millionen Euro erlassen wird. Darüber hinaus, so schreibt es die Zeitung El País, gewährt die Gruppe dem Verein ein neues Darlehen über 110 Millionen Euro. Möglich wurde der Deal, nachdem die spanische Regierung Hilfen aus dem EU-Rettungsfonds ESM zur Unterstützung der finanziell stark angeschlagenen Banken beantragt hatte. Gerade die Bankia-Gruppe war zuletzt von der Krise betroffen.

Vereinspräsident Manuel Llorente bezeichnete die Einigung als „historischen Meilenstein“. Das Nou Mestalla soll jetzt innerhalb der nächsten beiden Jahre fertig gestellt werden und 75.000 Zuschauern Platz bieten. Die Bauarbeiten wurden bereits im August 2007 aufgenommen, im Februar 2009 mussten diese allerdings bis heute auf Eis gelegt werden.

Der Valencia CF hatte wegen der damals ausbrechenden Finanz- und Immobilienkrise keinen Käufer für das alte Mestalla gefunden, aus den geplanten Erlösen in Höhe von 400 Millionen Euro wurde nichts, und der Club geriet letzten Endes sogar in Existenznöte und häufte zwischenzeitlich einen Schuldenberg von 600 Millionen Euro an.

Bilder des alten Estadi de Mestalla finden Sie in dieser Galerie. (Stadionwelt, 27.06.2012)





        





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Kommentare:

Basti77 am 01.12.2013, 19:43 Uhr

@niteC nach neuesten infos soll das neue Stadion nun weniger kosten.

http://www.insidespanishfootball.com/86853/valencia-unveil-new-look-cost-cutting-nou-mestalla/

also "nur noch" 65.000 "spectators".

Kann mir net vorstellen, dass ein normaler Spanier überhaupt die Kohle aufbringen kann, ein Spiel in diesem Stadion verfolgen zu können.

Die Spanier haben wahrlich schwerwiegendere Probleme als sich "am schönsten Stadion der Welt" zu ergötzen.

Nunja wer's braucht....

SGG!




niteC am 21.09.2012, 13:50 Uhr

Gott sei Dank!!!!

Der Kredit wurde gestrichen, wäre ja auch eine Schande gewesen, wenn sich Valencia ein Stadion gegönnt hätte, welches größer als die Allinaz-Arena ist...

http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/fussball_international_primera_division/newspage_615008.html


niteC am 23.07.2012, 00:00 Uhr

@Midi: Das Steueraufkommen
der FC Bayern München AG an allen abgeführten Steuern
(Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Körperschafts- und Gewerbesteuer)
im Geschäftsjahr 2010/2011 betrug: 111,7 Mio. Euro


Midi am 02.07.2012, 14:41 Uhr

Soso - Bayern zahlt also jährlich \"Steuern weit über der 100 Millionen Marke\" wie nieteC schrieb.
Kein schlechter Witz, finde ich.



Valencia am 29.06.2012, 16:41 Uhr

Ist schon etwas schockierend, aber man kann auch viel gutes sehen. wo das alte Stadion steht werden Bürokomplexe gebaut = Arbeitsplätze. Die Firma die baut hat wieder einen Grossauftrag und wenn das Stadion fertig ist entstehen tausende Arbeitsplätze. Ausserdem ist der Verein auf gutem weg. Sie haben seit 2009 von alleine ohne staatliche (oder deutsche) Hilfe 200 Millionen Euro gutgemacht. Also werden so Träume wahr, die Wirtschaft angetrieben und dazu noch sehr viele Arbeitsplätze geschaffen.


niteC am 29.06.2012, 10:52 Uhr

Unglaublich!!! Wir gehen jeden Tag 8 Stunden dafür arbeiten, dass der Schuldenclub Valencia ein größeres Stadion bauen kann als das funktionierende Wirtschaftsunternehmen Bayern München, welches jährlich Steuern weit über der Einhundertmillionenmarke an den deutschen Staat zahlt!!! Was fällt einem dazu noch ein????


Arena am 27.06.2012, 17:48 Uhr

Langfristig gesehen ist der Kauf einer Immobilie im Stadtzentrum von Valencia eigentlich sehr klug. Soweit ich weiß darf die Stadt nicht so sehr ins Umland weiter wachsen.


futzi am 27.06.2012, 17:12 Uhr

die bank kauft keine bauruine, sondern das alte stadion, welches nach abriss ein zentrales \"filet-grundstück\" sein könnte. der ursprüngliche verkaufswert von 400 mio. dürfte allerdings kaum mehr zu erreichen sein und das ganze ist weiterhin hoch spekulativ. angie, halt den scheck schon mal bereit!


Micha am 27.06.2012, 14:22 Uhr

Ich bin schockiert. Die Bank erhält vom Staat Geld aus dem EU-Rettungsfond und kauft sich erst einmal eine Bauruine für quasi 250 Mio Euro????

Bin echt sprachlos wie mit EU-Hilfen umgegangen wird. Sollten die spanischen Behörden nicht erst die Steuerschulden der Clubs einsammeln (ca 1 Mrd) bevor sie aus Eu-Geldern Banken für solche Geschäfte Geld zukommen lässt?


Steffen am 27.06.2012, 14:11 Uhr

Ist doch lächerlich ...


Marcel am 27.06.2012, 14:03 Uhr

Unglaublich, dass es den Schuldenmachern aus Spanien immer noch irgendwie erlaubt ist ihren Weg beizubehalten... Hoffentlich greift die UEFA mit dem Financial Fair Play wie angekündigt durch!