20.05.2012 - Euro 2020


Drei Bewerber für EURO 2020


In dieser Woche ist die Frist für die Bewerbung um die EURO 2020 abgelaufen. Neben dem bereits seit Wochen bekannten Kandidaten Türkei haben sich kurz vor Schluss zwei weitere Bewerbungen eingefunden. Zudem hat die UEFA das Prozedere des Verfahrens spontan geändert.

Die Türkiye Futbol Federasyonu (TFF) hatte sich bereits Mitte April erneut als Kandidat ins Rennen gebracht, nachdem der Verband im Rennen um die EURO 2016 erst im Finale knapp an Frankreich gescheitert war.

Einen Tag vor Ablauf der Frist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zogen dann die Verbände Schottlands (Scottish Football Association, SFA) und von Wales (Football Association of Wales, FAW), nach. Kurz vor Schluss stieg dann die Football Association of Ireland (FAI) dann doch noch, wie ursprünglich geplant, als dritter Kandidat mit ein, sodass sich erstmals drei nationale Verbände gemeinsam bewerben. Zudem bestätigte auch der Kaukasus-Staat Georgien mit seiner Fußball-Dachorganisation GFF sein offizielles Interesse. Der mögliche Partner Aserbaidschan sagte hingegen ab, sodass sich Georgien nun alleine bewirbt.

Die ebenfalls gehandelten Kandidaturen von Rumänien und Ungarn, Bulgarien und Rumänien, Belgien und dem Trio Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien kamen nicht zustande. Gerüchten um eine mögliche deutsche Bewerbung hatte der DFB von Anfang an klar widersprochen.

Somit gehen nun drei Bewerbungen ins Rennen um die EURO 2020, von denen derzeit wohl die türkische sich die größten Chancen ausrechnen dürfte. Bereits die für das Turnier 2016 eingereichten Unterlagen hatten viel Lob erhalten und sahen unter anderem in fast jeder Stadt den Bau eines neuen Stadions vor. Zudem hat UEFA-Präsident Platini Anfang des Jahres bereits offiziell seine Unterstützung bekundet, sollte sich das Land am Bosporus erneut um eine EURO bemühen.

Die geringe Anzahl an Bewerben, so wird in den Medien spekuliert, könnte dazu geführt haben, dass die UEFA am Mittwoch eine Änderung des Bewerbungsverfahrens bekannt gegeben hat. Wie es heißt, soll nun ein „formelles Verfahren“ eingeleitet werden, in dem alle 53 Mitgliedsverbände erneut ihre Bewerbungen einreichen können. Auf einem Treffen am 30. Juni in Kiew soll der weitere Ablaufplan festgelegt werden. Der Ausrichter der EURO 2020 soll dann Anfang 2014 gewählt werden. (Stadionwelt, 20.05.2012)





        





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Kommentare:

Casual-F95 am 06.08.2012, 19:34 Uhr

wieso soll de türkeinicht eine em ausrichten?!organisatorisch sind sie dazu im satnde und ?nfrastrukturell tut sich hier ein?ges!
bezüglich des bestechungskandals kann ich nur sagen falsch und inakzeptabel das kleine oder garkeine bestrafungen ausgesprochen wurden!
wenn sie endlich fenerbahce in die 2.liga schicken spricht nichts dagegen, aber das wird nicht passieren!


leon del hof am 04.08.2012, 16:13 Uhr

Ich bin ebenfalls der meinung das lieber doch immer nur ein Land eine EURO oder WM ausrichten sollte und außerdem fände ich es super wenn die EURO in der Türkei statfinden würden , da das Land über eine sehr große fußballerischetration.
Gut zur EU sollte die Türkei nicht gehören aber in der UEFA sind sie eichtig!


Arena am 22.05.2012, 19:34 Uhr


"mangelnde fähigkeit etwas anständig zu organisieren"
Naja, diese Zeiten sind aber vorbei. Das Land organisiert jedes Jahr irgendein Sportereignis. Dieses Jahr gab es die Euroleague Basketball final fours der Männer, Frauen und Rollstuhlfahrer.
Was die TFF und die Verschleierungsaktion angeht haben sie Recht. Das wird auch der Grund sein, warum die UEFA die EURO nicht der Türkei geben wird, obwohl die UEFA es gerne gesehen hätte.


PS, da es sich um eine Organisation der UEFA handelt, ist es doch egal, ob das Land in Europa (übrigens wird in einigen Ländern Eurasien gesagt, da das Uralgebirge nicht als Grenze gesehen wird) liegt oder nicht. Der türkische Fußball war ja schon in den 1900er Jahren mit dem europ. Fußball verbunden. Die Vereine spielten und reisten ständig nach Europa und bwz. auch umgekehrt.



marcello am 22.05.2012, 16:04 Uhr

@ lenz
mir ist bewusst das die turkei zu einem geringen prozentsatz zu europa gehört, danke. die karten im altertum und mittelalter sind übrigens größtenteils längst überholt!
anscheinend sind ihnen die korruptionsskandale ( auch in anderen länder gibt es sowas ) unbekannt und auch die mangelnde fähigkeit etwas anständig zu organisieren, zeigt mir das sie relativ blauäugig diese sache sehen. und mit dem urlaubslandargument ist ja wohl gar nichts zu rechtfertigen!


Lenz am 22.05.2012, 11:05 Uhr

@@Marcello: Konstantinopel (seit 1930 Istanbul) war im Altertum und Mittelalter die Hauptstadt und größte Stadt Europas. Sie liegt nach wie vor in Europa, ..., aber das nur so am Rande. Mir missfällt die Arroganz gegenüber der Türkei. Viele Deutsche sind in den letzten Jahren dorthin gezogen, um zu arbeiten oder dort zu leben, da das Land einen rasanten Aufschwung hinter sich hat. Die Türkei bekennt sich schon seit ihrer Gründung zu Europa. Sie hat definitiv die Stadien für eine EM. In Sachen UEFA-Statuten haben auch schon andere Länder verstoßen, doch die Türkei nimmt das ernst und hat darauf reagiert.


Horst am 21.05.2012, 22:08 Uhr

Solange es zu keiner Doppel oder soagr Drefiachbewerbung kommt, ist mir eig jeder Gastgeber recht. Die Türkei hätte es mit ihren tollen neuen Stadien sicher verdient.


DerBesucher am 21.05.2012, 20:40 Uhr

Türkei wls EM Gastgeber? Ausgerechnet der Verband, der sämtliche UEFA Statuten mit den Füssen tritt und Korruption unter den Tisch kehrt... lächerlich!


marcello am 21.05.2012, 19:16 Uhr

@ lenz:
türkei gehört zu europa??? ihre geographiekentnisse lassen sehr zzu wünschen übrig! Aber das ist nicht das thema, sondern eher die mangelnde organisationsfähigkeit diesen landes. wenn die die em bekommen dann gute nacht


Homer1970 am 21.05.2012, 13:32 Uhr

Warum um Gottes Willen macht Italien da nicht mit? Die brauchen dringend ein Großereignis um die Stadien zu modernisieren.


Lenz am 21.05.2012, 11:12 Uhr

Ich hoffe, die Türkei wird schon bald Ausrichter einer Europameisterschaft! Sie gehören zu Europa und sind im Fussball sehr gut entwickelt, haben tolle Stadien. Sie bereichern den europäischer Fußball.