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16.02.2017 - Deutschland


DFB-Sanktionen: Von Geldstrafen bis Geisterspielen


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Beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg bleibt die Dortmund Südtribüne aufgrund einer Strafe des DFB geschlossen. Neben Teilausschlüssen hat der DFB noch weitere Mittel um Fanfehlverhalten zu bestrafen.

Aufgrund von beleidigenden Plakaten und Ausschreitungen beim Spiel von Borussia Dortmund gegen RB Leizpig bleibt die Südtribüne im SIGNAL IDUNA PARK beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg am 18. Februar 2017 komplett geschlossen. Der DFB hat in der Vergangenheit schon öfter einzelne Blöcke oder ganze Tribünenabschnitte aufgrund von Fehlverhalten der Fans geschlossen.

Die höchsten Strafen, die der DFB aufgrund von Fanfehlverhalten verhängen kann, sind Punktabzüge. Bisher kam es in Deutschland aber lediglich bei Lizenzverstößen zu Punktabzügen. Das nächsthöchste Strafmaß ist ein Geisterspiel. Bisher fanden vier Spiele im deutschen Profi-Fußball unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Wiederholungsspiel zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg im alten Tivoli im Januar 2004 fand vor leeren Rängen statt, nachdem die reguläre Partie abgebrochen wurde, weil Gäste-Trainer Wolfgang Wolf von der Tribüne aus mit einem Gegenstand beworfen und am Hinterkopf getroffen wurde. Aufgrund von Fan-Ausschreitungen wurden außerdem Dynamo Dresden und bereits zwei Mal Hansa Rostock zu Geisterspielen verurteilt.

Das häufigste Strafmaß bei Fehlverhalten der Fans sind Geldstrafen. Diese liegen in den meisten Fällen zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Die höchste je vom DFB verhängte Geldstrafe kassierte der 1. FC Köln. Nach einem Platzsturm der Kölner Fans im Derby gegen Borussia Mönchengladbach musste der Verein eine Rekordsumme von 200.000 Euro an den DFB zahlen. (16.02.2017)




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