02.03.2009 - Essen


Breite Mehrheit bereits im Vorfeld


Bereits zwei Tage vor der entscheidenden Stadtratssitzung am Mittwoch zeichnet sich in Essen eine breite Mehrheit für einen Stadionneubau quer durch alle politischen Fraktionen ab. Somit scheint dem Projekt nach Jahren der Diskussion nichts mehr im Wege zu stehen.

Eine weitere Variante, wie ein solches Stadion aussehen könnte, wurde von Stadtdirektor Christian Hülsmann im Rahmen einer Diskussionsrunde vorgestellt. Demnach sollen knapp 18.000 Zuschauer in die neue Arena passen, die direkt neben dem maroden Georg-Melches-Stadion errichtet werden und 31 Millionen Euro kosten soll. Die Zahl der Sitz- und der Stehplätze wird mit jeweils 8.000 angegeben. Für den Fall, dass Rot-Weiss Essen wieder an sportlich erfolgreichere Zeiten anknüpft, könnte der Neubau durch die Schließung der vier Eckbereiche auf 25.000 Zuschauer ausgebaut werden. Bei Bedarf kann das Fassungsvermögen durch den Bau eines Oberrangs noch auf 30.000 Zuschauer erweiterbar sein.

Dort, wo heute noch das aktuelle Stadion steht, sollen später Parkplätze errichtet werden. Der Neubau wird, vom Georg-Melches-Stadion aus gesehen, etwas in nordwestlicher Richtung versetzt gebaut werden. Erst wenn die Haupt- und Westtribüne sowie die Tribüne der Gegengeraden stehen, soll die alte Spielstätte abgerissen werden. Anschließend wird auf dessen Gelände die Osttribüne des neuen Stadions stehen. Die so genannte „große Lösung“, in der ein Stadion für 45 Millionen Euro errichtet geplant war, ist damit anscheinend vom Tisch.

Probleme gibt es aber noch immer bei der Finanzierung: die Stadt Essen will dafür das Hotel „Handelshof“ verkaufen und so 15 bis 20 Millionen Euro einnehmen. Nach wie vor will die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf den Kreditrahmen der Stadt um diesen Betrag kürzen, wenn die Mittel aus dem Verkauf in den Neubau fließen. „Wir befinden uns aber derzeit wieder in Gesprächen mit der Bezirksregierung, um eine Lösung des Problems zu finden“, so Detlef Feige, Leiter des Presseamtes der Stadt Essen, gegenüber Stadionwelt. Bislang sind nur die 7,5 Millionen Euro sicher, die der Stadtrat bereits 2004 für ein neues Stadion genehmigt hatte. (Stadionwelt, 02.03.2009)





        





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