29.08.2011 - Zuschauerzahlen


Boom auch in Frauen-Bundesliga?


Als amtierender Weltmeister schied Deutschland bei der Frauen-WM zwar überraschend früh im Viertelfinale aus, das Turnier im eigenen Land brachte der Sportart aber eine noch nicht gekannte Aufmerksamkeit ein. Lässt sich das aber in der Bundesliga weiter führen?

Die Nationalelf sorgte – auch schon vor der WM – in den letzten Jahren für hohe TV-Quoten und volle Stadien, der Zuschauer-Rekord der Frauen-Bundesliga liegt aber nur bei 887 Zuschauern pro Spiel und datiert aus der Spielzeit 2007/2008. In der abgelaufenen Saison wurde mit einem Wert von im Schnitt 836 Besuchern immerhin der zweithöchste Wert der Bundesliga verzeichnet, die vor zwei Wochen in ihre 22igste Saison gestartet ist.

Stadionwelt wirft daher heute einen Blick auf die Zuschauerzahlen der noch jungen Spielzeit. Am ersten Spieltag strömten pro Spiel 1.629 Zuschauer in die Stadien – allerdings traten die „großen Drei“ Frankfurt (2.750), Potsdam (2.719) und Duisburg (1.870) alle Zuhause an. Doch auch am zweiten Spieltag begrüßten die zuschauerschwächeren Bundesligisten ungewohnt viele Fans.

So begrüßte der stark aufgerüstete VfL Wolfsburg 1.723 Zuschauer im VfL-Stadion am Elsterweg, Rückkehrer SC Freiburg 1.500 und der 1. FC Lokomotive Leipzig verlor vor 1.692 zahlenden Gästen das erste Frauen-Bundesliga-Heimspiel seiner Geschichte. Nachdem jetzt alle zwölf Teams der Frauen-Bundesliga ihr erstes Heimspiel der Saison absolviert haben, liegt der Zuschauerschnitt mit 1.398 immer noch deutlich über dem Rekord.

Zwar pendeln sich die Zahlen erfahrungsgemäß im Lauf einer Saison immer auf einem geringeren Wert ein als zu Beginn einer Spielzeit, aber es scheint, als ob ein Anfang gemacht sei. Zumal selbst der SV Meppen, der seit dem Anschluss der Frauen-Mannschaft des SV Victoria Gersten seit dieser Saison in der 2. Bundesliga Nord spielt, zum Auftakt vor 1.065 Zuschauern gewann. (Stadionwelt, 29.08.2011)





        





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