Stadionwelt INSIDE




17.02.2012 - Port Said


Ägypten: Verband erwägt Geisterspiele


Der ägyptische Verband denkt offenbar darüber nach den Spielbetrieb für die restlichen Spiele der Saison ohne Zuschauer auszutragen. Vor zwei Wochen hatten die schlimmsten Fußball-Ausschreitungen Ägyptens in Port Said mindestens 74 Menschen das Leben gekostet.

Wie ein Sprecher des Verbandes mitteilte, liegt die Entscheidung aber beim Premierminister und den Sicherheitsbehörden, ob der Vorschlag, die Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu beenden, umgesetzt wird. Der Ligabetrieb soll nach dem Ablauf der verhängten Trauerzeit, am 15. März, wieder aufgenommen werden.

Währenddessen haben Untersuchungen der ägyptischen Regierung ergeben, dass Fans beider Mannschaften und die Sicherheitsbeamte für die Tragödie verantwortlich sein sollen. Demnach hätten Anstifter die Zuschauer für ihre politischen Zwecke missbraucht. Die Beamten seien dagegen insofern verantwortlich, da sie die Zuschauer beim Betreten des Stadions nicht kontrolliert und im Anschluss dem Platzsturm tatenlos zugeguckt hätten. (Stadionwelt, 17.02.2012)





        




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