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Am Zuckerhut rollt 2014 der Ball
Brasilien wird wieder WM-Gastgeber
Zum zweiten Mal nach 1950 wird Brasilien im Jahr 2014 eine WM ausrichten. Dies gab die FIFA am 30. Oktober 2007 bekannt. Der Termin wurde auf den Zeitraum des 13. Juni bis 13. Juli 2014 festgelegt. Von ursprünglich 17 Bewerbern wurden am Ende zwölf Städte als Spielorte festgelegt. Eigentlich sieht die FIFA nur zehn Städte vor, für Brasilien wurde aber eine Ausnahme gemacht.
Daher konnten am 31. Mai 2009 folgende Städte als Ausrichter bekannt gegeben werden: Belo Horizonte, Brasilia, Cuiabá, Curitiba, Fortaleza, Manaus, Natal, Porto Alegre, Recife / Olinda, Rio de Janeiro, Salvador da Bahia und São Paulo. Auf Grund fehlender finanzieller Garantien für den Stadionumbau wurde die größte Stadt Brasiliens im Juni 2010 allerdings vorläufig aus dem Programm genommen. Nicht berücksichtigt wurden die Bewerbungen von Belém, Campo Grande, Florianópolis, Goiâna und Rio Branco.
Milliardensummen erforderlich
Von den derzeit elf Stadien existieren vier derzeit noch nicht, eines soll neu gebaut werden und sechs werden umfangreich umgebaut. Falls Sao Paulo wieder als Spielort aufgenommen wird, ist auch dort ein Umbau geplant. Insgesamt, so schätzt die CBF, sollen 1,1 Milliarden Euro für die Stadien ausgegeben werden. Dazu kommen knapp 1,8 Milliarden für den Ausbau der Infrastruktur.
Mit Brasilien als Ausrichter steht natürlich schon der erste Teilnehmer der WM 2014 fest. Ob damit in der Qualifikation der Südamerikaner ein Platz wegfällt, oder ob sich auf sportlichem Weg nach wie vor vier bis fünf Teams qualifizieren können, steht noch aus. Was allerdings schon fest steht, ist die Tatsache, dass der Confederations Cup 2013 als Generalprobe in Brasilien ausgetragen wird. Für dieses Turnier will die FIFA fünf Stadien bereits nutzen, daher sollen alle Spielstätten am 31. Dezember 2011 schon fertig sein. Wie beim Confed Cup 2009 in Südafrika, als das Nelson Mandela Bay Stadium in Port Elizabeth nicht rechtzeitig fertig gestellt wurde, könnte dies auch in Brasilien schwer werden.
Die FIFA und der brasilianische Sportminister gaben den Spielorten bereits deutliche Warnungen auf den Weg, weil gleich zwei Fristen zum Baubeginn verstrichen wurden. Und selbst Mitte Juli 2010 war an den meisten der zwölf Spielstätten noch immer nichts oder kaum etwas getan worden. Dementsprechend angefressen zeigten sich dann auch schon die Verantwortlichen der FIFA, die nach den Nerven aufreibenden Vorbereitungen auf die WM in Südafrika sich dieses Mal sicher etwas weniger Stress erhofft hatten. Eine (noch) utopische Hoffnung. Das Beispiel São Paulo zeigt, dass die Verantwortlichen allerdings nicht davor zurückschrecken, prestigeträchtige Spielorte zu streichen. Die Fußballfans dürften sich aber dennoch auf eine farbenfrohe und stimmungsvolle WM 2014 in Brasilien freuen.
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