Frauen-WM Deutschland 2011



Mehr als nur ein zweites Sommermärchen


Fünf Jahre nach dem deutschen „Sommermärchen“, der Weltmeisterschaft 2006, wird 2011 das nächste große Fußballturnier in Deutschland stattfinden, wenn zwischen dem 26. Juni und dem 17. Juli die WM der Frauen in unseren Landesgrenzen ausgetragen wird. Den Zuschlag hierfür erhielt der DFB am 30. Oktober 2007. Im finalen Wahlgang hatte die kanadische Bewerbung das Nachsehen.

Zusammen mit Deutschland und Kanada hatten bis zum Ende der Frist am 1. März 2007 auch Australien, Frankreich, Peru und die Schweiz ihr Interesse um die Austragung der sechsten Frauen-WM bei der FIFA angemeldet. Die Schweizer zogen sich aber bereits am 29. Mai wieder zurück, da aus Sicht der Verantwortlichen eine dritte europäische Bewerbung des kleinsten Landes ohne Chance gewesen wäre. Die restlichen Verbände reichten am 1. August 2007 die offiziellen Bewerbungsunterlagen in der FIFA-Zentrale in Zürich ein – nur 26 Tage später zog sich mit Frankreich der nächste europäische Kandidat wieder zurück. Im Gegenzug versprach der DFB, die französische Bewerbung um die Männer-EM 2016 zu unterstützen. Innerhalb einer Woche reduzierte sich im weiteren Verlauf des Jahres die Zahl der verbliebenen Konkurrenten um die Hälfte, als erst Australien (12.10.) und dann Peru (17.10.) aus dem Rennen ausstiegen.

Aus ursprünglich insgesamt 23 Städten, die sich als Spielorte beworben hatten, wurden letzten Endes neun ausgewählt: Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt/Main, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg. Ausführliche Informationen über die WM-Stadien gibt es hier (Link zu Unterseite „Gastgeberstädte“).

Duisburg, eigentlich eine Hochburg des deutschen Frauenfußballs, hatte seine Bewerbung im Vorfeld aus finanziellen Gründen zurückgezogen. Nicht berücksichtigt wurden von Seiten des DFB die Bemühungen aus Dortmund, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln und Leipzig – diese waren ja bereits bei der Männer-WM 2006 dabei gewesen. Des Weiteren wurden auch Aachen, Freiburg, Karlsruhe und Mannheim nicht in die Vorauswahl mit aufgenommen. In Essen ließ das ergebnislose Hin und Her um den Bau des neuen Stadions alle WM-Träume platzen. Von den elf verbliebenen Städten wurden dann auch Bielefeld und Magdeburg nicht zum Gastgeber der Frauen-WM ernannt.

Das Organisationskomitee wird geleitet von der ehemaligen Nationalspielerin Steffi Jones, als Schirmherr fungiert der mittlerweile als Bundespräsident zurückgetretene Horst Köhler. Aus den Ticketverkaufen und den Sponsoring-Einnahmen von sechs so genannten nationalen Förderern erhofft sich das Komitee Einnahmen in Höhe von 50 Millionen Euro. Rund eine Million Tickets werden für das Turnier gedruckt, der DFB plant mit einer durchschnittlichen Stadionauslastung von 80 Prozent. Eine ursprünglich geplante Ausweitung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften wurde auf die WM 2015 verschoben.


Aktuelle News


23.07.2011: WM-Stadien werden am finanziellen Erfolg beteiligt
18.07.2011: Organisationskomitee zieht positive Bilanz
28.06.2011: Europarekord im Frauen-Fußball
22.06.2011: Guter Ticketabsatz für FIFA Frauen-Weltmeisterschaft
18.06.2011: DFB stoppt Blatter-Wunsch nach Umbau

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