EuroBasket 2009 in Polen




Kampf um Körbe in Polen


Am 7. September 2009 begann in Polen die 36. Basketball-EM (offizieller Titel: EuroBasket 2009). Für unser Nachbarland war es das zweite Mal nach 1963, dass das Turnier dort ausgetragen wird. Als Spielorte waren sieben Arenen in sieben Städten im Einsatz.

In diesen wurde zwischen dem 7. und 20. September der Nachfolger des aktuellen Titelträgers Russland ermittelt. Neben den Russen und Gastgeber Polen waren die Mannschaften der Plätze zwei bis sieben der EuroBasket 2007 in Spanien qualifiziert: Spanien selbst, Litauen, Griechenland, Deutschland, Kroatien und Slowenien. Über zwei Qualifikationsrunden schafften zudem die nationalen Auswahlteams aus Serbien, Mazedonien, der Türkei, Großbritannien, Bulgarien, Lettland und Israel den Sprung nach Polen.

Die Spiele der Vorrundengruppe A mit Griechenland, Kroatien, Mazedonien und Israel fanden in der Hala Arena in Poznan statt. Die Sportstätte wurde 1974 eröffnet und bietet 4.200 Menschen Platz. Hauptsächlich finden in dem Gebäude Volleyballspiele statt. In der Hala Olivia in Gdansk, Austragungsort der Vorrundengruppe B, trägt normalerweise der Eishockeyclub Stoczniowiec Gdansk seine Heimspiele aus. Zudem weichen die Basketballer von Prokom Trefl Sopot für ihre Partien in der Euroleague in die Arena aus, die 1970 eröffnet wurde und 5.500 Fans Platz bietet. Deutschland, Kroatien, Slowenien und die Türkei kämpften in dem auffällig gestalteten Bauwerk um den Einzug in die Hauptrunde.

Dritter Spielort der EuroBasket 2009 in Polen war die Hala Torwar in der Hauptstadt Warschau. Zuletzt wurde die bereits 1953 eröffnete Arena 1999 modernisiert und war im Januar 2007 Austragungsort der Eiskunstlauf-Europameisterschaften. Die Hala Torwar hat ein Fassungsvermögen von 4.838 Zuschauern und ist im Alltag die Spielstätte des Eishockeyclubs UHKS Mazowsze. Sie wird auch für Konzerte genutzt. In der Vorrundengruppe C spielten dort Spanien, Slowenien, Serbien und Großbritannien um Körbe und Punkte. Für die Teams von Litauen, der Türkei, Gastgeber Polen und Bulgarien ging es in der Gruppe D um den Einzug in die nächste Runde. Austragungsort war die Hala Stulecia in Wroclaw, die von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet wird. Sie wurde bereits 1913 eröffnet, bei Basketballspielen finden dort 6.000 Menschen Platz. Ihr Name, der auf Deutsch Jahrhunderthalle lautet, rührt auf das Jahr 1813 zurück. Damals rief der preußische König Friedrich Wilhelm III. am 10. März in Wroclaw die Bevölkerung in einer Rede zum Widerstand gegen Napoleon auf.

Nach der Vorrunde zogen die ersten drei Mannschaften jeder Gruppe in zwei Hauptrundengruppen ein. Die Spiele der Gruppe E wurden in der 2002 eröffneten Luczniczka in Bydgoszcz ausgetragen. Größtenteils werden hier Volleyball- und Basketballspiele ausgetragen, mit 8.000 Plätzen ist sie die drittgrößte Halle der EuroBasket 2009. In Lódz, der drittgrößten Stadt Polens, fanden in der Hala Wielofunkcyjna die Partien der zweiten Hauptrundengruppe F statt. Die Sportstätte ist ein vollständiger Neubau und wurde zu Beginn des Jahres eröffnet. Seit der EM wird sie hauptsächlich für Basketball und Eishockey genutzt. Mit 11.000 Plätzen ist sie eine der größten Arenen Polens.

Für die Teams, die dann den Sprung ins Viertelfinale schafften, ging es dann weiter nach Katowice. Mit 11.500 Zuschauern weißt die Arena Spodek das zweitgrößte Fassungsvermögen aller sieben Spielorte auf. Bis 1997 firmierte sie unter dem etwas sperrigen Namen „Wojewódzka Hala Widowiskowo-Sportowa w Katowicach“, eröffnet wurde die Arena 1971. Nach der EuroBasket waren die Arenen in Bydgoszcz, Lódz, Katowice und Wroclaw Gastgeber der Volleyball-EM der Frauen, die zwischen dem 25. September bis 4. Oktober 2009 ausgetragen wurde.