„Symbiose aus IKEA und André Heller“
Seit dem letzten Jahr führt die ZENDOME GmbH aus Berlin Zelte mit geodätischer Struktur in ihrem Programm. Momentan ist das Modell ZENDOME.150 M in Spanien bei drei internationalen Musik-Festivals im Einsatz. Die Mischung aus Optik und Funktionalität überzeugt.
„Bei der Konstruktion unserer Zendomes haben wir auf Stabilität nach der DIN 4112 und auf eine kurze Aufbauzeit Wert gelegt – ohne den ästhetischen Anspruch aus den Augen zu verlieren“, berichtet Gordian Overschmidt, einer von drei Geschäftsführern der ZENDOME GmbH. Für die Integration von Optik und Funktionalität wurde eine relative lange Entwicklungsphase benötigt. „In drei Jahren ist es uns gelungen, ein einfaches System zu entwickeln:“ Overschmidt betont den Grund dafür: „Aufbau und gegebenenfalls Austausch eines Zeltes müssen schnell vonstatten gehen.“

Auch bei Sportveranstaltungen sind die Zendomes einsetzbar.
Bild: ZENDOME GmbH
Bei der Entwicklung wurde das Augenmerk laut Overschmidt vor allem auf die Event-Sparte gelegt. „Im Gegensatz zu anderen, traditionellen, geodätischen Zeltsystemen laufen die Stangen bei uns nicht zentral an einem Punkt zusammen, sondern an vielen Knotenscheiben, die jeweils fünf oder sechs Stangen aufnehmen. Über diese Punkte läuft auch die Licht- beziehungsweise Audiotechnik. Das gesamte Gerüst, das so genannte Finish, ist komplett verzinkt und pulverbeschichtet.“ Bei der Membran, also der Zeltplane, handelt es sich um eine gestreckte und gewobene Hochleistungstextilie mit besonderen Dehnungseigenschaften. „Natürlich ist die Membran komplett wetterdicht.“

Blickfang bei Nacht.
Bild: ZENDOME GmbH
Schon beim Tageslicht ein echter Blickfang können die Zelte des Nachts zu regelrechten Kunstwerken umgestaltet werden. „Bei der Weltpremiere in Luxemburg haben wir mit dem Marktführer für Planetariumsprojektion Skyscan sehr detailgetreue Bilder an das Zeltdach geworfen.“ Laut Overschmidt stört das Gerüst bei solchen Projektionen nicht; „man kann aber auch eine Innenmenbran einziehen.“
Die ZENDOME GmbH hat vier Standard-Modelle im Angebot, die allesamt auf den Event-Markt ausgerichtet sind. „Daraus leiten sich beispielsweise Konzepte wie eine Domelandschaft ab“, erklärt Overschmidt. „Das größte, das wir jemals erstellt haben, hatte eine Fläche von 1.250 Quadratmetern.“ Die Home Edition bietet 20 Quadratmeter überdachte Veranstaltungsfläche. „Der Eigenaufbau ist problemlos möglich“, sagt Overschmidt, „eine Bauzeitschrift betitelte uns mal als Symbiose aus IKEA und André Heller.“ (Stadionwelt, 9.7.2007)

Zelt und Leinwand zugleich.
Bild: ZENDOME GmbH