Auf der Suche nach einer Spielstätte scheint Aufsteiger Phoenix Hagen fündig geworden zu sein. Der Tabellenzweite der ProA, der jetzt auch die Lizenz für die Basketball-Bundesliga (BBL) erhalten hat, wird die Tennishalle eine Fitnessclubs anmieten und umbauen.
So ähnlich soll die Übergangsspielstätte von Phoenix Hagen aussehen Bild: Phoenix Hagen
Dies ist auch auflösende Bestimmung der Lizenzerteilung, andernfalls müsste der Club doch wieder in der zweitklassigen ProA antreten. So hat Phoenix auch bereits die Weichen für einen fristgerechten Umbau der ehemaligen Industriehalle gestellt – denn die Ischelandhalle als ursprüngliche Spielstätte des Vereins ist nicht für die BBL geeignet. An einem runden Tisch mit Vertretern von Phoenix, aller betreffenden städtischen Ämter, Architekten, Brand- und Lärmschutzgutachter und Brandschutzfachleuten unter der Leitung des Hagener Baudezernenten Thomas Grothe wird wöchentlich über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Gestern konnte der Club so bereits den Antrag auf die Baugenehmigung bei der Stadt einreichen.
Dieser muss nach den Vorgaben der BBL spätestens am 15. Juni positiv beantwortet werden, am 31. Juli wird die Halle dann von einem Vertreter der BBL nach deren Vorgaben abgenommen. Ursprünglich hatte der Club geplant, als Übergangslösung ein großes Zirkuszelt im Ischelandstadion aufzustellen. „Doch diese Idee hat sich als nicht praktikabel erwiesen. Die Stadt hat unter anderem Schäden am Drainagesystem des Rasens befürchtet, und auch die BBL hat diesen Plänen – entgegen ihrer ersten Aussagen – eine Absage erteilt“, so Oliver Herkelmann, Geschäftsführer von Phoenix Hagen, gegenüber Stadionwelt. Als Plan B hatte der Verein zunächst einen Umzug in die Wuppertaler Unihalle im Visier – „die Gespräche sind auch schon sehr gut verlaufen“ – dann aber stieß man auf die jetzige Lösung.
Durch eine Gesetzesänderung soll die Sanierung der Ischelandhalle mit Mitteln des Konjunkturpakets II bald ermöglicht werden Bild: Steffen Strumpen
Herkelmann: „Auf der Suche nach einer Spielstätte hatten wir unter anderem beim Pächter der Lennearena angefragt. Dorthin konnten wir dann zwar nicht ausweichen, aber zufällig ist er auch der Pächter des Fitnessclubs, dessen Tennishalle wir nun auf 3.035 Zuschauer ausbauen.“ Hierfür müssen nun Tribünen, komplette Licht- und Soundanlagen sowie die Halle an sich angemietet werden. Auch die Sicherheitsbestimmungen der BBL müssen beim anstehenden Umbau beachtet werden. Dennoch wird auch dies nur als Übergangslösung betrachtet. „Mit den Plänen zur Sanierung der Ischelandhalle sieht es ja gut aus. Wenn das geschehen ist, werden wir auch wieder dorthin zurückkehren.“ (Stadionwelt, 27.05.2009)
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